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Ein unerwartetes Gespräch

Published 3 weeks ago
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Der Bibeltext Johannes 4,1-14 – ausgelegt von Marion Christa Nickel.

Jesus zieht sich nach Galiläa zurück

Den Pharisäern ist es nicht verborgen geblieben, dass es nun zwei Täufer am Jordan gibt und dass Jesus im Vergleich zu Johannes immer mehr Jünger um sich sammelt. Da Jesu Stunde noch nicht gekommen ist, vermeidet Jesus die Auseinandersetzung mit den Pharisäern und beschließt, sich nach Galiläa zurückzuziehen.

Dabei wählt er den Weg durch Samarien. Geografisch befindet sich Samarien hauptsächlich im nördlichen Teil des heutigen Westjordanlandes. Die Reise durch die Hügellandschaft Samariens ist beschwerlich. Erschöpft von der Reise setzt sich Jesus an einem Brunnen nieder, dessen Quelle der Stammvater Jakob ausgegraben hat. Dieser Quellbrunnen liegt nahe der Stadt Sychar. Währenddessen gehen seine Jünger zur nahegelegenen Stadt, um Essen zu kaufen.

Die Begegnung am Jakobsbrunnen

Es ist eine besondere Begegnung, als Jesus am Jakobsbrunnen auf eine Frau trifft. Oftmals geschehen unerwartete Begegnungen im Leben, die nicht geplant sind. Kennen Sie das? So ergeht es hier auch der Samariterin. Sie kommt in der Mittagszeit, um Wasser zu schöpfen. Jesus ist nicht nur Retter und Erlöser, sondern auch ein einzigartiger Arzt und Seelsorger. Er sorgt sich um die Nöte, Gesundheit und das Heilsgeschehen seines Volkes, auch darüber hinaus.

Im Johannes-Ev. Kap. 10 offenbart sich Jesus als der gute Hirte, der für sein Volk, die Schafe Israels, gekommen ist, um sie in eine neue Beziehung mit Gott zu bringen. Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte und ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.

Wie ein guter Hirte kümmert sich Jesus um das Wohlergehen der Seinen, die Menschen, die an ihn glauben. Im Vers 16 sagt Jesus: Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind. Auch sie muss ich führen. Sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, ein Hirte sein.

Das bedeutet: Jesus beabsichtigt nicht nur Juden, sondern auch Samariter und Heiden in eine neue Herzensbeziehung mit Gott zu bringen. Es geht um die neue Gemeinschaft in Christus, die christliche Kirche.

Die bewegende Geschichte der Frau aus Samarien zeigt, dass Gott alle Menschen retten will und es auch kann.

Feindseligkeiten zwischen Juden und Samaritern

Jesus begegnet der Frau um die Mittagsstunde. Sie ist in dieser Mittagshitze unterwegs, um ihre Krüge mit Wasser zu füllen. Das ist ungewöhnlich. Die Frauen gehen normalerweise am frühen Morgen miteinander zum Brunnen, um der Tageshitze zu entgehen.

Der Eindruck entsteht, als vermeide sie bewusst den Kontakt zu den anderen Frauen. Jesus ergreift die Initiative und beginnt mit ihr ein Gespräch. Er bittet sie: Gib mir zu trinken!

Die Samariterin ist verwundert. Kein Jude, der etwas auf sich hält, würde eine samaritanische Frau ansprechen. Die Juden verachten die Samariter. Und auch die Samariter zeigen sich den Juden feindlich gesinnt.

Der Grund dafür: Unter der Führung des Königs Salmanassar V. erobert die Großmacht Assyrien ca. 722 v. Chr. das Nordreich Israel. Die meisten Israeliten werden verschleppt. E

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