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Das Leben: eine Trümmerlandschaft

Published 3 weeks, 2 days ago
Description
Der Bibeltext Amos 9,11-15 – ausgelegt von Markus Wäsch.

Trümmerlandschaften im Leben – und Gottes Verheißung

Manchmal sieht das Leben aus wie eine Trümmerlandschaft: Beziehungen gehen in die Brüche, die Gesundheit ist angeschlagen, eine finanzielle Krise droht oder irgendeine Schuld aus der Vergangenheit holt mich wieder ein. Kennen Sie das? Solche Momente, in denen ich meine, alles sei verloren?

Manche Ruinen in meinem Leben haben andere verursacht. Für einige aber bin ich selbst mitverantwortlich: Da waren Stolz oder Gleichgültigkeit im Spiel oder der offene Ungehorsam gegenüber Gott. Genau in so eine Situation hinein spricht der Prophet Amos. Fast sein ganzes Buch hindurch höre ich von ihm ernste Gerichtsworte. Achteinhalb Kapitel lang deckt Gott Unrecht auf. Er ruft sein Volk zur Umkehr, warnt vor den Folgen eines Lebens ohne ihn. Das Volk will das nicht hören. Doch Amos sieht den Zusammenbruch kommen.

In den letzten Versen seines Buches allerdings ändert sich der Ton. Die wunderbare Verheißung Gottes bricht wie ein Sonnenstrahl durch dunkle Wolken: „Zur selben Zeit will ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten …". Israel – obwohl voller Heuchelei und Scheinfrömmigkeit – wird in Gottes Augen erneut Gnade finden.

Was heißt „die zerfallene Hütte Davids"? Bei David denke ich doch eher an einen prachtvollen Palast statt an eine Ruinenhütte. Was ist aus dem einst stolzen „Haus Davids" geworden? Eine Bruchbude? Eine Notunterkunft? Ja, genau das. Es ist ein Bild für ein Volk, das alles verloren hat. Ein Bild für Menschen, deren Hoffnung in Trümmern liegt.

„Ich richte die zerfallene Hütte wieder auf." Gott erbarmt sich. – Und das zieht sich durch die Bibel: Was gefallen ist, richtet Gott auf. Was verloren ist, sucht er. Was tot ist, macht er lebendig.

Jesus Christus – die Erfüllung der Verheißung

Dieser Text deutet prophetisch auf einen guten Ausgang hin: auf JesusChristus. Als er kommt, wird er in einer Notunterkunft geboren. Und doch ist Jesus der verheißene Sohn Davids. Sein Weg führt über das Kreuz. Jesus wird verlassen, verworfen, getötet. Am Karfreitag scheint alles verloren. Die Jünger stehen vor den Trümmern ihrer Hoffnung. Doch am Ostermorgen richtet Gott auf, was am Ende zu sein scheint.

In Jesus beginnt Gott, seine Verheißung zu erfüllen. Sein Reich wird dabei viel größer als Israel; es umfasst Menschen aus allen Völkern.

(Es ist ein Reich des Segens. Und es wird niemals vergehen.)

Ein erweitertes und gesegnetes Reich (Verse 11–14)

Eine Hütte bietet zwar Schutz und Schatten, ist aber immer nur vorübergehend. Beim Laubhüttenfest leben die Israeliten pro Jahr sieb

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