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1.000 Tage Völkermord in Gaza – UN-Bericht: Kinder werden gezielt getötet

Published 4 days, 14 hours ago
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„Jede und jeder, die oder der seit Oktober 2023 in der israelischen Armee im Gazastreifen gedient hat, muss als Verdächtiger für die Begehung von Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord angesehen werden.” Chris Sidoti, einer der weltweit anerkanntesten Experten für internationales Menschenrechtsrecht und Mitglied der UN-Untersuchungskommission zu Palästina, UN-TV, 16. Juni 2026. Ein Artikel von Annette Groth.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

„Wenn die Vereinten Nationen feststellen, dass eine Armee Kinder in einem industriellen Ausmaß tötet und verletzt, sie foltert und sexuell missbraucht sowie ihnen den Zugang zu Wasser und Medikamenten verweigert, hat der Rest der Welt eine klare Verpflichtung: Er muss dieser Armee den Zugang zu Waffen unterbinden und dafür sorgen, dass sie zur Rechenschaft gezogen wird.” Bill Van Esveld, Stellvertretender Direktor, Abteilung für Kinderrechte, Human Rights Watch, 26. Juni 2026

„Vater, werden wir morgen noch am Leben sein?“, fragte der Sohn von Dr. Eyad Amawi, Arzt aus Gaza und Mitglied bei den „Ärzten gegen Genozid“.

Auf dem Zweiten Jüdischen Antizionistenkongress, der Ende Juni 2026 in Dublin stattfand, schilderte Dr. Amawi per Videoschaltung das Leben im Gazastreifen: „Sie (die Israelis – PC) zerstören alles. Sie zerstören die Infrastruktur. Sie haben unsere Umwelt in ein Gebiet voller Krankheiten und Infektionen verwandelt.” Dr. Amawi betonte, dass es kaum noch sauberes Trinkwasser gibt, weil viele Entsalzungsanlagen durch den Treibstoffmangel nicht funktionieren. Dadurch breiten sich Krankheiten in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern aus, während die medizinische Versorgung zusammenbricht. Für ihn sind diese Zustände weder zufällig noch einfach die unvermeidlichen Folgen des Krieges, sondern „bewusste Bemühungen zur Zerstörung der palästinensischen Gesellschaft selbst“. „Was wir erleben, ist die systematische Zerstörung des sozialen Lebens und die gezielte Herbeiführung von Hungersnot.” [1]

1.000 Tage Völkermord

Am 3. Juli sind genau tausend Tage vergangen, seit Israel den Völkermord in Gaza begonnen hat, keinen Tag ohne Tote oder Verletzte durch Bomben, Drohnen oder andere Waffen oder an vermeidlichen Krankheiten, verursacht durch Hunger oder verseuchtes Wasser.

Anlässlich dieses „Jahrestages“ des andauernden Genozids hat das palästinensische Menschenrechtszentrum (PCHR) eine eindrucksvolle Beschreibung der letzten Jahre in Gaza veröffentlicht. PCHR erinnert an die Blockade Gazas, die die israelische Besatzungsarmee IOF (Israeli Occupation Forces, israelische Besatzungsarmee) 2007 verhängt hat, fast 20 Jahre, in denen nur sehr eingeschränkt bestimmte Waren nach Gaza hereinkommen und der Personenverkehr nahezu unmöglich ist. [2]

Kritiker bezeichneten Gaza als das „größte Freiluftgefängnis der Welt“!

Zwischen 2008 und 2021 überzog die IOF den Küstenstreifen mit vier großen Militäroffensiven, die Tausenden von Palästinensern das Leben kosteten, davon die überwältigende Mehrheit Zivilisten. Schon diese Kriege zerstörten Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Kulturstätten, Wohngebäude, Industrie- und Landwirtschaftsanlagen, Straßen, Stromnetze, Sanitär- und Wasserinfrastruktur. Durch die rigorose Blockadepolitik dauerte der Wiederaufbau sehr lange, viele Schäden wie beispielsweise an Solaranlagen konnten aufgrund fehlender Materialien nie repariert werden.

Die vom Palästinensischen Zentrum für Menschenrechte (PCHR) durchgeführten Untersuchungen dieser Militäroffensiven zeigen, dass die IOF absichtlich auf Zivilisten und ziviles Eigentum abzielte und Kriegsverbrechen in großem Umfang beging. Diese Ergebnisse wurden von unabhängigen internationalen Untersuchungskommissionen bestätigt, darunter die Untersuchungsmission des Men

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