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Bonjour le Tour: Zwischen Pau, Tourmalet und Gavarnie, die Pyrenäen als Dach der Tour
Description
Pyrenäen auf der Tour Heute erreicht die Tour de France die Pyrenäen, und Etappe 6 führt von Pau über den Col du Tourmalet – 2.115 Meter hoch, einer der berühmtesten Anstiege der Rundfahrt. Für viele Fahrer ist es der erste echte Härtetest: brennende Beine, dünne Luft, kein Versteck. Genau hier zeigt sich, wer Zeit verliert und wer ein Zeichen setzt. Ich nehme Sie mit in eine Region, die für mich immer auch ein Übergang war – zwischen Deutschland und Spanien, zwischen Alltag und Ferien.
Ein Gebirge des Übergangs Die Pyrenäen sind kein Gebirge, das sich beim schnellen Durchfahren erschließt. Im Baskenland ist das Klima atlantisch, feucht und grün, Richtung Katalonien wird es mediterran, trocken und steinig. Dazwischen liegt eine Vielfalt, die kaum ein anderes Gebirge Europas bietet: Hochweiden, Wasserfälle, Dörfer, die sich an die Hänge klammern. Noch immer ziehen Hirten mit ihren Herden auf die Sommerweiden, noch immer wird Käse nach altem Rezept hergestellt, und man erzählt sich Geschichten von Schmugglern, die nachts über die Pässe gingen.
Pau – Startort der Etappe Die Stadt liegt auf einer Anhöhe über dem Gave de Pau, der Blick vom Boulevard des Pyrénées reicht bis zu den Gipfeln – eine der schönsten Stadtaussichten Frankreichs, die erstaunlich wenige kennen. Im Schloss von Pau wurde 1553 Heinrich IV. geboren, und der englische Einfluss des 19. Jahrhunderts ist bis heute in der Architektur und im zurückgenommenen Lebensgefühl der Stadt spürbar.
Kindheit, Studium, Rückkehr Persönlich verbinde ich die Pyrenäen mit Serpentinenfahrten im gelben Passat meines Vaters, der lieber in die Landschaft schaute als auf die Straße, und mit einem Sommer als Studentin in einem kleinen Schlösschen nahe Pau. Später kehrte ich beruflich zurück, als ein Paar eine Reise von Bordeaux bis zum Mittelmeer plante – bei der Recherche entdeckte ich Lourdes neu, einen Ort voller Widersprüche, und ein stilles Hotelkloster im Hinterland.
Garbure, Ossau-Iraty und Kirschen Auch kulinarisch hat die Region viel zu bieten: Garbure, ein kräftiger Eintopf aus Gemüse, weißen Bohnen, Kohl und Fleisch, ursprünglich das Essen von Hirten und Bauern. Dazu Ossau-Iraty, ein Rohschafskäse aus Baskenland und Béarn, und die berühmte schwarze Kirschkonfitüre aus Itxassou – salziger Käse und süße Frucht, eine Kombination, die man sofort versteht, wenn man sie probiert.
Gavarnie – Kathedrale der Natur Zum Abschluss führt die Folge in den Cirque de Gavarnie, eine gewaltige Felsenarena mit bis zu 1.500 Meter hohen Wänden und einem fast 400 Meter stürzenden Wasserfall. Victor Hugo nannte ihn eine „Kathedrale der Natur" – und wer dort steht, versteht sofort, warum. Wer die Pyrenäen nicht nur durchreisen, sondern wirklich kennenlernen möchte, findet bei Tour Exquisit unsere individuelle Reise vom Atlantik bis zum Mittelmeer.
Diese Folge – wie jede Episode von À table – habe ich vollständig allein geschrieben, gesprochen, aufgenommen und geschnitten. ich freue mich über Ihr Feedback und gerne auch über die Bewertung des Podcast.
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