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Back to EpisodesFurchtloser Zeuge Gottes
Description
Amos und die Zustände im Nordreich Israel
Der Prophet Amos hat kein leichtes Leben. Er sucht die Nähe zu Gott. Von ihm hört Amos die warnenden Botschaften, die er an die Israeliten weiterzugeben hat. Deshalb sucht er auch die Nähe zu den Menschen, denn er weiß, was er ihnen zu sagen hat, bewahrt sie vor großem Unheil. Nur leider hört kaum einer auf ihn. Zudem ist Amos dem Widerstand der politischen und geistlichen Herrscher Israels ausgesetzt. Als Prophet hat Amos wirklich kein leichtes Leben.
König Jerobeam II. ist der Herrscher des damaligen Nordreiches Israel. Niemand regiert so lange dieses Land wie er, nämlich 41 Jahre. Zudem bringt er der Nation Wohlstand und befreit sie vor ihren Feinden. Es gelingt Jerobeam sogar, Städte im Norden, die von den Syrern erobert worden waren, wieder zurückzugewinnen. Unter seiner Herrschaft hat Israel ähnliche Ausmaße wie damals in den Tagen Salomos. Aber dieser Ruhm und der äußerliche Wohlstand im Land sind nur die eine Seite von Jerobeams Königtum. Die andere Seite zeigt einen dramatischen geistlichen Verfall im Land. Der König selbst lebt gottlos und fördert die Ausbeutung der armen Bevölkerung durch die Reichen. So werden die Reichen immer reicher und die Armen ärmer. Die eingesetzten Richter sind bestechlich und sprechen Urteile zugunsten der Wohlhabenden. Auch der Götzendienst mit dem Zentrum in der Stadt Bethel erreicht einen traurigen Höhepunkt und führt zum Niedergang. Als der Prophet Amos dies alles anprangert und vor dem göttlichen Gericht warnt, bleibt dies König Jerobeam nicht verborgen. Aber er lässt sich nicht warnen. Seine eigenen Priester und Propheten versprechen der Nation eine goldene Zukunft. Nur 31 Jahre nach dem Tod Jerobeams wird Israel von den Assyrern aus dem Norden erobert. Die Bevölkerung wird zum großen Teil verschleppt und andere Volksgruppen dort angesiedelt. Gott lässt seinen Worten Taten folgen, weil Jerobeam und die nachfolgenden Könige Israels ihren eigenen Propheten und ihren Götzenpriestern mehr glauben als den Propheten Gottes.
Amos in Bethel – Konfrontation mit Amazja
Der führende Priester in dieser Zeit heißt Amazja. Er wohnt beim Hauptheiligtum in Bethel, auch der König betet dort die Götzenstatuen an. Dorthin wird Amos geschickt, um zu verkündigen, dass dieses Heiligtum zerstört und König Jerobeam getötet wird. Wirklich kein leichter Auftrag für den Propheten Gottes, doch er gehorcht. Damit greift er nicht nur die Art und Weise der Königsherrschaft an, sondern auch die Religion in Israel. Als Amazja den Propheten reden hört, ist er entrüstet. Er spricht beim König vor und bezeichnet Amos als einen ketzerischen Träumer, einen Verschwörer, der das Volk verunsichert. Der Priester will an der traditionellen Frömmigkeit festhalten, die letztlich nur Fassade ist und keine Veränderung zulässt. Der Prophet Amos aber ruft zu echter Umkehr auf. Dadurch bekommen die Menschen die Möglichkeit eines Neuanfangs in der Beziehung zu Gott. Sie bleiben vor dem göttlichen Gericht bewahrt. Die Israeliten wollen aber keine Veränderung – warum auch? Es geht vielen äußerlich sehr gut. Sie leben weiter wie bisher, und das zieht Gottes Zorn nach sich. Der Prophet soll mundtot gemacht und in seine Heimat zurückgeschickt werden. Amos sieht keine Früchte seines Dienstes, was sicher nicht immer leicht für ihn gewesen ist. Auch andere Propheten, wie z. B. Hosea und Jeremia, haben Ähnliches erlebt. I