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Standortwahl für Bienen: was bei der Standplatzsuche wirklich zählt
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In dieser Folge des Honigraum-Podcasts erklärt Markus Habermehl, wie man den richtigen Standort
für seine Bienenvölker findet. Die Wahl des Standplatzes beeinflusst Honigertrag, Gesundheit und
Arbeitsaufwand und lässt sich später nur schwer korrigieren, deshalb lohnt es sich, vorher gründlich
nachzudenken.
Sonne, Wind und trockener Boden
Markus beginnt bei Flugloch und Wetter. Frühsonne am Flugloch bringt die Bienen morgens früher in
den Flug, eine Ausrichtung nach Süden oder Südosten ist günstig. Genauso wichtig: ein
windgeschützter, trockener Platz ohne Kaltluftseen und ohne Staunässe.
Trachtangebot über das ganze Jahr
Der entscheidende Punkt ist für Markus nicht eine einzelne Tracht, sondern die Versorgung über das
ganze Jahr. Im Frühjahr zählen Weide, Obst und Raps, im Sommer Linde, Brombeere und Wald.
Wer den Umkreis über die Saison hinweg betrachtet, trifft die bessere Standortentscheidung.
Erreichbarkeit wird oft unterschätzt
Ein Standort, den man nur schwer erreicht, wird seltener kontrolliert. Genau das rächt sich bei
Schwarmkontrolle, Futterkontrolle und schnellen Eingriffen. Markus rät, auf die Zugänglichkeit zu
achten, auch für den Transport von Zargen und Honigräumen, idealerweise direkt mit dem Auto oder
in kurzer Distanz.
Nachbarn und rechtliche Rücksicht
Zum Schluss geht es um das Umfeld. Markus empfiehlt, Nachbarn früh einzubeziehen, die
Flugrichtung weg von Terrasse und Gehweg zu legen und bei Bedarf Abstand zu halten. In
Wohngebieten ist Imkerei grundsätzlich möglich, bei Unsicherheit hilft ein Gespräch mit dem
Imkerverein oder der Gemeinde.