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Gottes Gerechtigkeit

Published 4 weeks, 1 day ago
Description
Der Bibeltext Psalm 73 – ausgelegt von Volker Hase.

Asaph: Psalmist im Dienst Gottes

Der 73. Psalm in der Bibel wird Asaph zugeschrieben. Er war einer von drei Leviten, die König David für den Gottesdienst einsetzte. Es gibt Überlieferungen, die davon berichten, dass insbesondere die Psalmlieder von Asaph den Zugang zu himmlischen Dimensionen öffneten. Man sang sie meist direkt im Tempel, der für die Israeliten eine Verbindung zwischen Himmel und Erde darstellte.

Asaph ist sich dessen bewusst, dass Israel einen wunderbaren Gott hat. Ein Gott, der es gut mit ihnen meint – und so auch mit allen, die ein aufrichtiges Herz haben und diesem entsprechend leben.

Aber es gab auch eine Zeit in seinem Leben, in der Asaph seinen Gott nicht verstand und er sehr an sich und seinem Glauben zweifelte.

Und so begann er seine eigene Lebensgeschichte zu erzählen:
 

Der Neid auf die Gottlosen – ein Stolperstein im Glaubensleben

Mit meiner Lebenssituation kam ich überhaupt nicht mehr klar. Beinahe hätte ich alles verloren, was mir im Leben so wichtig war. Es kam mir so vor, als wäre ich voll auf die Nase gefallen.

Was ist passiert? – Ich fing an, Menschen zu beneiden; – Menschen, die rücksichtslos und selbstherrlich durchs Leben gingen, und scheinbar vielfach erfolgreicher waren als ich, der ich gottesfürchtig und Gutes tuend lebte.

Schlitzohrige Menschen, die es liebten, andere übers Ohr zu hauen, wurden immer reicher. Sie prahlten mit ihrem, größtenteils zu Unrecht erworbenen, Wohlstand. – Das zu sehen, wurde für mich zu einem Stolperstein. Ich wurde sogar eifersüchtig auf sie. Warum ergeht es mir so, wie es mir eben geht, – und warum solchen Leuten, die es meiner Meinung nach nicht verdient haben, so gut? Es ging sogar so weit, dass ich sie um ihre selbstgefällige Sicherheit beneidete.

Diese Leute benahmen sich wie die Axt im Walde. Sie gaben sich allem hin, was sie wollten, sie gingen, wohin sie wollten, sie taten, was sie wollten, und hatten überhaupt keine Sorgen, keine Schmerzen, keine Probleme – sie schienen es geschafft zu haben.

Sie lebten, als würde das Leben niemals enden.

Und über andere, die rechtschaffen durchs Leben gingen, machten sie sich lustig.

Sie versuchten noch nicht einmal, ihre Überheblichkeit und ihren Reichtum zu verbergen. Ihr Lebensstil war grausam und gewalttätig. Sie schienen mit all dem durchzukommen. Niemand hielt sie auf. Ihr eigenes, vermutlich nicht vorhandenes, Gewissen schon gar nicht. Verwöhnt und aufgeblasen sind sie.

Wenn man sie als Snobs bezeichnet, dann ist diese Formulierung noch viel zu freundlich. Sie verachten andere, die nicht in ihrer „Liga“ spielen. – Ja, sogar über Gott machen sie sich lustig! Sie verspotten ihn in aller Öffentlichkeit. Sie wollen sogar die Festtage Gottes abschaffen, die für gottesfürchtige Menschen eine wichtige Bedeutung haben.

Es ist ja nicht nur so, dass sie ein zügelloses Leben führen, das sie eines Tages selbst heimsuchen wird. Nein, sie bringen auch noch mit ihrem arroganten Dummgeschwätz Schaden und Unheil über das Volk.

Die scheinen doch echt zu glauben, sie selbst seien Gott?

In Wirklichkeit haben sie keine Ahnung von nichts! – Aber sie tun so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei ist ihre Bildung oft fragwürdig. Aber ein großes Maul lässt sich von der eigenen Dummheit nicht aufhalten. Sie beeindrucken nur sich selbst.

Ich verstehe nicht, wieso

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