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Back to EpisodesUmgang mit Gerichtspredigt
Description
Ein Fremder bringt Gottes Gerichtsbotschaft
Mitten im Alltag des Volkes Gottes sorgt die Predigt eines Fremden für Unruhe und Erschrecken! Amos – ein Hirte aus dem anderen Teil des Reiches predigt das Gericht Gottes! Das Land der großen Könige David und Salomo ist geteilt. Die Nachfahren der zehn von zwölf Stämmen der Söhne Jakobs, dem Gott den Namen Israel gab, haben sich eingerichtet im Nordreich Israel. Sie haben sogar einen eigenen Tempel und einen Priester.
Da kommt, ohne sich beim König oder dem amtierenden Priester vorzustellen, ein Hirte aus dem Südreich und spricht im Namen Gottes ein Gerichtsurteil!
Unser Bibelabschnitt ist ein Teil dieser Botschaft im Auftrag Gottes!
Diese Gerichtsbotschaft löst bis heute Reaktionen aus. Angst und Schrecken sind erst mal dabei. Wie sollen Kirchen- und Gemeindeleitungen, Verkündiger und Seelsorger damit umgehen, wenn in ihrem Aufgabenbereich ein fremder Prediger im Namen Gottes Unheil verkündigt?
Unser Bibelabschnitt der Ökumenischen Bibellese nennt keine Reaktionen von König und Priester – erst im späteren Abschnitt wird von Reaktionen des Priesters Amazja berichtet.
Gottes Gericht in der Geschichte – Ruf zur Umkehr
Gerichtsurteile kennt die Geschichte des Volkes Israel aus den Büchern um die großen geschichtlichen Gestalten. Noah, Abraham und Jakob, den Gott Israel nannte, Mose und von den Königen David und Salomo sind Worte des Gerichts und ein Ruf zur Umkehr bekannt. Immer wieder gibt es Hinweise und Kritik von Beauftragten Gottes. Von Noah und dem Geschehen um den Bau eines Schiffs mit dem Namen Arche heißt es von der Vorgeschichte „Die Menschen wollten nicht mehr umkehren zu Gott!“
Vom Propheten Jona ist bekannt, dass er einen Auftrag mit Gerichtsbotschaft nicht ausführen will, dann aber doch das Gerichtsurteil der Stadt Ninive verkündet. Die Menschen kehren um und die Stadt Ninive mit dem heutigen Namen Mossul gibt es immer noch! Wer nach dem Missionsauftrag und der Auferstehung von Jesus zu einer Glaubensbeziehung mit Gott fand, hat eine Gute Nachricht von Gott in seinem Leben angenommen.
Sünde, Umkehr und Versöhnung in der Kirchengeschichte
In fast 2.000 Jahren gibt es neben der Guten Botschaft von der Überwindung der lange Zeit andauernden Trennung zwischen Gott und Menschen immer wieder Gerichtsbotschaften und Kritik von Menschen, die im Namen Gottes Umkehr von falschem Verhalten predigen. Diese Trennung von Gott wird mit dem Fachwort „Sünde“ bezeichnet. Diese Sünde, also die Trennung von Gott ist mit der ersten Hinwendung – der Bekehrung – beendet.
Jede Gemeinde- und Kirchenleitung, jeder Verkündiger und jeder Seelsorger kennt solche Berichte von Mitgliedern ihrer Gemeinschaften, welche den Vorwurf „Ihr lebt nicht nach Gottes Willen!“ gehört oder gelesen haben. Die Situation ähnelt der Gerichtswarnung der heutigen Bibellese.
Wie der amtierende Priester damals und der König dieses Teilkönigreichs des ausgewählten Gottesvolkes Israel reagieren, wird im heutigen Bibelabschnitt nicht genannt. Die Reaktionen und Folgen in fast 2.000 Jahren Kirchengeschichte sind an vielen Zersplitterungen und Konflikten zwischen den Bekenntnisrichtungen zu erkennen. Da gab es gegenseitige Verwerfungen, Ausschl