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EntwicklungsrÀume gestalten - sein Weg vom Leistungs- zum Haltungstrainer. (Berhold Bisselik)
Description
Unser Gast Berthold Bisselick ist Diplom-Trainer mit 40 Jahren Erfahrung â u.a. als National-, Bundesliga- und Nachwuchstrainer sowie in leitenden Funktionen â unter anderem beim FC Bayern MĂŒnchen Basketball, dem Deutschen Hockey Bund und der TSG Hoffenheim â, begleitet heute FĂŒhrungskrĂ€fte, Trainer und Teams in Entwicklungs- und VerĂ€nderungsprozessen.
Sein Ansatz verbindet Erfahrungen aus dem Spitzensport mit Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung und fokussiert darauf, wie Menschen wahrnehmen, Verantwortung ĂŒbernehmen und Beziehungen gestalten.
Vom Antrieb zur Resonanz
âDie Aufgabe des Trainers ist es, sich selbst ĂŒberflĂŒssig zu machenâ. Berthold hat sich selbst lange als leistungsgetrieben erlebt. Dieser Antrieb hat ihn durch fast vier Jahrzehnte Spitzensport getragen â und immer wieder an Grenzen gefĂŒhrt. Was ihn mindestens genauso geprĂ€gt hat: Begegnungen. Ein Lehrer, der beim Wettkampf aus dem AutoritĂ€tsgefĂ€lle ihm gegenĂŒber herausstrat. Ein Trainer, der viel Leistung und Disziplin forderte und gleichzeitig wie ein vĂ€terlicher Freund war.
Wendepunkte im Denken
Zwei Begegnungen haben sein VerstĂ€ndnis von FĂŒhrung verĂ€ndert: Ein amerikanischer Co-Trainer, der beim Scheitern Freiraum lieĂ statt Kontrolle einzufordern. Und ein finnischer Cheftrainer, der Mitte der 90er -fĂŒr damalige Zeiten visionĂ€r- Spielende mitdenken lieĂ und dafĂŒr belĂ€chelt wurde, bis der Erfolg kam.
Er beobachtet heute auch die Gegenbewegung: Junge Trainer:nnen, die so weit Richtung Beziehungsarbeit pendeln, dass Klarheit verloren geht. Ein Extrem löst das andere ab. Bestenfalls wird beides gleichzeitig möglich.
Worin Berthold heute Menschen begleitet
Wie schauen Trainer:innen auf sich selbst? Wie gestalten sie Beziehungen zu den Spielenden? Wie wird PrÀsenz möglich um wahrzunehmen zu können, was das Team jetzt braucht, um den nÀchsten Schritt zu gehen?
Dahinter steckt eine Ăberzeugung, die Berthold bewusst provokativ formuliert: Die Aufgabe des Trainers ist es, sich selbst ĂŒberflĂŒssig zu machen. Nicht als RĂŒckzug, sondern als Einladung an Teams, in echten Flow zu kommen und Neues zu wagen.
Zentrale Erkenntnisse:
- Selbstbeobachtung als FĂŒhrungskompetenz. Bevor man andere begleiten kann, lohnt sich der Blick nach innen. Was zĂŒndet mich an? Wo ziehe ich mich zurĂŒck? Die Reflexion solcher Fragen â bestenfalls mit externer UnterstĂŒtzung â ist der Ausgangspunkt fĂŒr eine bewusste Begleitung. Berthold erzĂ€hlt offen davon, wie lange es gedauert hat, bis er seine innere Vielheit annehmen und nicht als Widerspruch, sondern als Gleichzeitigkeit erleben konnte.
- ScheiterfĂ€higkeit kann als Katalysator fĂŒr KreativitĂ€t, Leistung und Entwicklung wirken. Ein möglichst angstfreier Erfahrungsraum ermöglicht die Bereitschaft, gerade auch unter Druck Potenziale voll auszuschöpfen. Dies gilt fĂŒr Sportler:innen â und fĂŒr alle, die in Unsicherheit gestalten.
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Unser GesprĂ€chspartner Berthold Bisselik: (Diplom-Trainer) ist Bildungsexperte, Trainerentwickler und Mentor mit 40 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Menschen, Teams und Organisationen. Nach FĂŒhrungsaufgaben im Spitzensport begleitet er heute FĂŒhrungskrĂ€fte, Trainer und Organisationen in Lern- und VerĂ€nderung