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Back to EpisodesGottes Warndreieck
Description
Der Prophet Amos und sein Auftrag
Um in diesen Text eintauchen zu können, vergegenwärtigen Sie sich bitte Folgendes:
- Der zum Propheten berufene Hirte Amos wirkt um 750 v. Chr. herum und stammt aus der Stadt Tekoa in Juda. Tekoa bedeutet „ein Zelt aufschlagen“ und dann auch «Trompete» oder «Schofar».
- Amos wird von Gott nach Bethel (»Haus Gottes«) gesandt, um dort dem sorglos, üppig lebenden Volk eine ernste Botschaft zu verkünden – also, um kräftig in die Trompete zu blasen! Denn Reichtum, Verschwendung, Betrug, Unterdruck und Gesetzlosigkeit bestimmen zusehends dieses »Haus Gottes«, wovon weit und breit nichts mehr zu sehen ist.
Das ist die Ausgangslage.
Amos’ Botschaft und die Gegenwart
Nun bin ich fast unbemerkt bei uns, im Jahr 2026, angekommen. Nicht in einer Stadt, in der es zu und hergeht wie in Bethel – sondern in unserer krebskranken Welt, an der ich mitgewirkt habe. Ja, es wäre zu einfach, bei der Widerspenstigkeit des jüdischen Volkes in Bethel stehen zu bleiben. Ich suche die Nähe zum Jetzt, denn die ganze heutige Welt ist so wie Bethel von Sorglosigkeit, Gesetzlosigkeit und Betrug betroffen.
Amos hat in den Tagen von König Usija über Israel geschaut. Ich glaube, dass Gott ihn mit seinen Prophetenaugen innerlich schauen lässt, was auf Bethel wartet, wenn es nicht zur Umkehr findet. Amos wird das Erdbeben geschaut haben, das auf Israel wartet, weshalb er das Volk zu warnen hat … Warnung tritt, ganz nach dem Wesen Gottes, als barmherziger Akt auf, wenngleich die Ansagen, die Amos aufgetragen werden, auf den ersten Blick unbarmherzig erscheinen mögen. Doch eine Warnung beinhaltet die Chance zur Buße und zur Umkehr. Unser Vater im Himmel sieht immer das ganze Bild … Und davon teilt Er seit jeher an seine treuen Propheten aus. Ich habe einen sehr fairen Gott, der weiß: Meine Reaktion auf Seine Warnung bestimmt meine Zukunft. ER hofft und plant immer das Beste für mich: Umkehr. Umkehren ist meine Aufgabe.
Amos spricht Klartext zum Volk:
»Ihr müsst wissen, ihr habt es mit eurer sorglosen Genusssucht und Betrügerei so weit getrieben, dass Gott seine Stimme so laut über euch erschallen lassen wird, dass die Auen der Hirten trauern und der Gipfel des Karmel verdorren wird.« ’Karmel’ bedeutet ’der Park’ oder ’Fruchtgarten Gottes’. »Mit dieser Fruchtbarkeit wird es ohne Umkehr für längere Zeit aus und vorbei sein.« Amos sagt eigentlich eine große Dürre und Hungersnot voraus. Ein schwerer Auftrag, doch zur Wahrheit gibt es keine ebenbürtige Alternative.
Fragen, die zur Entscheidung führen
Amos ist mutig und gehorsam. Während er mitten unter dem Volk ist, stellt er ihnen eine Menge Fragen. Lauter Fragen, in denen die Antwort bereits enthalten ist. Er fängt bei den Tieren an und kommt dann zu den Menschen. Zum Volk in Bethel, denen Amos gerade den Marsch bläst … Er fragt unter anderem:
- Brüllt der Löwe im Wald, wenn er keinen Raub hat?
- Gerät ein Vogel in die Falle am Boden, wenn ihm kein Köder gelegt wurde?
- Kann man in das Horn stoßen in der Stadt, ohne dass das Volk erschreckt?
Frage um Frage führt er sie zu seiner Hauptfrage:
- »Was meint ihr: Geschieht auch ein Un