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Geld bringt Sicherheit

Published 1 month, 1 week ago
Description
Der Bibeltext Hosea 10,1-15 – ausgelegt von Christoph Hauth.

Wirtschaftlicher Aufschwung und politische Abhängigkeit

Dem Volk und Land geht es wieder besser. Nicht so gut wie damals unter der Regierung Salomons, aber man weiß damals und heute, dass Geld Sicherheit bringt und das Leben vereinfacht. Ein kleines Wirtschaftswachstum stellt sich ein. Die Regierung versucht Leitplanken zu setzen, dass es in eine für die Bevölkerung positive Richtung gehen könnte. Reichtum und Wohlstand wird verteidigt und Armut wird bekämpft. Das soll nicht bedeuten, dass es nicht noch besser gehen könnte, aber im Vergleich und vor allem dem Gefühl nach schaut man positiv – oder positiver – in die Zukunft. Man hatte schon härtere Zeiten erlebt.

Weltpolitisch erkennt man den zunehmenden Einfluss der einen Weltmacht im Norden. Das Machtvakuum zwischen Süden und Norden hat sich aufgelöst und man musste versuchen, „einen Deal" einzugehen, um die eigene Zukunft gestalten zu können. Man machte Geschenke, um die Machthaber wohlgesonnen zu stimmen, gab nach und bezahlte, dass die Entwicklung im eigenen Land sich weiter zum Positiven entwickelt.

Eine Beschreibung der wirtschaftlichen und politischen Lage, die wahrscheinlich in verschiedene Zeiten der Weltgeschichte passen könnte. Inwieweit es heute die Situation beschreibt, hängt viel vom eigenen politischen Standpunkt und der persönlichen Situation ab. Unabhängig davon sind aber Parallelen zu erkennen.

Von einer solchen Zeit berichtet der Prophet Hosea. Damals herrschte wahrscheinlich der König Usija in Israel und es ging um Assyrien als Weltmacht und um das kleine – aber nicht unbedeutende – Israel am östlichen Rand des Mittelmeers.


Die Anklage des Propheten: Götzen statt Gott

Da hinein ruft jetzt Hosea: „Israel ist ein üppig rankender Weinstock, der seine Frucht trägt. Aber je mehr Frucht er hatte, desto mehr Altäre machten sie; wo das Land am besten war, da richteten sie die schönsten Steinmale auf. Ihr Herz ist falsch." Das Volk lässt sich vom Reichtum blenden und setzt auf Wohlstand und Geld. Wirtschaftswachstum soll Heil bringen und das Verhältnis zu dem Schöpfungsgott ist gebrochen und die Gräben werden tiefer. Reichtum wird zum Götzen – der die Menschen von Gott abhält und verblendet. Wenige Verse später deutet Hosea an, dass man das eigene Wohlergehen in die Hände der damaligen Weltmacht legt. Er sagt: „Sie reden und schwören falsch und schließen Bündnisse …" und dann weiter: „Ja, das Kalb wird nach Assyrien gebracht zum Geschenk für den König." Die eigene Sicherheit wird in die Hand der Verbündeten gelegt, die einen Schutzschirm aufbauen sollen, um die Zukunft zu ermöglichen, und nicht in die Hand Gottes.

Hosea erklärt mit drastischen Bildern, dass das Wohlergehen und die Sicherheit des Volkes weder in der Hand von Geld, noch in der Hand von Weltmächten liegt. Das Vertrauen in Reichtum und weltpolitische Macht wird keine Zukunft bringen – sondern alleine das Vertrauen in Gott. Wer Gott nicht vertraut, sondern den Götzen des Wohlstandes und seine Zukunft in die Hände der Gewalt von menschlichen Machthabern legt, wird sich immer weiter von Gott entfernen, so wie damals in Gibea, wo unschuldige Menschen von blutrünstigen Mördern abges

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