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Mit der Faust auf den Tisch hauen

Published 1 month, 1 week ago
Description
Der Bibeltext Hosea 9,10-17 – ausgelegt von Dajka Krentz.

Der Ungehorsam Israels – und mein eigener

Da möchte ich doch mit der Faust auf den Tisch hauen! Ja, lernen es die Israeliten nicht? Haben sie denn nicht schon genug mit Gott erlebt, um endlich zu kapieren, dass sie einer Strafe nicht entgehen, wenn sie Ihm ungehorsam sind?

Nun, es ist leicht, sich über die Fehler anderer zu entrüsten! Ich darf aber nicht vergessen, dass wenn ich mit einem Finger auf jemanden zeige, drei andere auf mich selbst zeigen. Klar empöre ich mich – mit Recht, denke ich! Gott liebt sein Volk so sehr! Er schaut gerne zurück, als Er es wie Trauben an der Rebe und wie junge Feigen am Baum empfand! Wohlschmeckend, erfrischend, Durst- und Hungerstillend. Einfach brauchbar, nützlich, fruchtbar. Und dann schon wieder der Bruch! Zum wievielten Mal denn?

Was ist aber mit den drei Fingern, die auf mich zeigen? Bin ich immer gradlinig in meinem Verhalten Gott gegenüber? Oder gleicht es nicht eher einem Wellengang? Mal bin ich oben, voll von Gottes Geist und in Anbetungshaltung. Und dann auch wieder der Absturz. Ich unterliege der Bequemlichkeit, Ablenkung und Versuchung. Ich entferne mich dadurch von Gott, wie ich es in meinen Hoch-Zeiten nie für möglich gehalten hätte! Das macht nicht nur Gott, sondern auch mich traurig. Ich arbeite an mir und irgendwann geht es dann wieder nach oben. Es ist zum Verzweifeln. Ich möchte es nicht und es geschieht immer und immer wieder. Wie dankbar kann ich für die Geduld unseres Gottes sein! Wie dankbar für das Kreuz, an dem Jesus für all meine Fehler und meine Schuld starb und an dem ich sie immer wieder abgebe. Nicht leichtsinnig – so nach dem Motto, es wird schon! Gott vergibt ja! Gott sieht in mein Herz hinein und sieht, wie ich es meine. Oberflächlich oder ernst? Ja, ich möchte oft nicht tun, was ich dann doch tue. Es ist eine Stimme, die mir dann einredet, dass es so schlimm nicht sei. Der Gegenspieler Gottes ist schlau und findet meine Schwächen, die mich dann zu Fall bringen. Gott sei Dank habe ich aber die Bibel! Hier lese ich von Gottes Vergebung und seiner Geduld mit mir. Das ist tröstlich.

Gottes Gericht über Israel – Baal-Peor und die Folgen

Ich finde in der Bibel aber eben auch Abschnitte, wie den heutigen. Ja, Gott erinnert sich gerne an die Zeiten, als sein Volk Hand in Hand mit Ihm ging. Aber dann lässt es diese Hand wieder los und streckt sie jemandem entgegen, der schon lange darauf wartet. Der abscheuliche Gott Baal-Peor verführt das Volk Gottes zu einem sexuellen und geistlichen Ehebruch. Soll Gott, der Schöpfer aller Dinge, der Heilige, der auf sein Volk wie auf seinen Augapfel achtet, sich das gefallen lassen und wieder vergeben? Irgendwann ist Schluss mit seiner Geduld. Er kündigt Strafen an, die nun unabwendbar sind.

Ephraim, ein Symbol für das Nordreich Israels, wird keine Kinder zeugen können und die bereits

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