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Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jörg Wagner über Leben und Tod
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Zwei Radio-Journalisten sitzen zusammen, kommen sofort ins Fachsimpeln und wenn der eine der Beiden der Medien-Journalist Jörg Wagner (radioeins-Medienmagazin bis Ende 2025 - Foto: Abschied in der Dach-Lounge des rbb) ist, dann gibt es gleich mal einen kurzweiligen Abriss der Rundfunkgeschichte nach dem Ende des 2. Weltkriegs in Berlin …
Erstmals begegnet sind wir uns im DDR-Rundfunk: Ich war ab September 1981 festangestellt beim „Berliner Rundfunk“, einer der damaligen Wellen des DDR-Rundfunks, und später bei Jugendradio DT64 und Jörg Wagner fing im selben Jahr in der „Musikpolitik“ der Redaktion von DT64 als freier Mitarbeiter an. Dort war er dann – mit einer Unterbrechung für die Zeit seines Studiums der Theaterwissenschaften – bis zum Ende des Jugendradios tätig. Als Mit-Herausgeber von: „Power von der Eastside! Jugendradio DT64: Massenmedium und Massenbewegung“ (Ventil Verlag 2024) zeichnet er diese faszinierende Radio-Geschichte, die er im Buch auch als “Phänomen“ bezeichnet, nach.
Jörg Wagner bekam das „Radio-Gen“ quasi in die Wiege gelegt und betont: „Meine Eltern waren schon Radioten, als ich zur Welt kam. Und ich glaube, ich wurde von der ersten Sekunde meines Lebens an infiziert.“ Außerdem hat er schon als 6jähriges Kind mit Foto-Equipment hantiert, was er heute fachmännisch für seine professionellen Youtube-Videos „Die Medienhölle“ einsetzt.
Was ihn außerdem in Vielem – bis heute – geprägt hat, ist seine Arbeit für das Hörspiel. Ab einem Alter von 10 war er hier bereits aktiv. „Das hat mich wahrscheinlich mehr geprägt, als mein Studium.“ sagt er. Und da war dann noch das Theaterspielen. Jörg hat sich als Schüler – da er in einer Inszenierung von Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ am Berliner Ensemble mitspielte – schon mit seiner eigenen Beerdigung beschäftigt. Wie ihn überhaupt das Thema Tod schon seit seinem 3. Lebensjahr begleitet: “Damals hatte ich meinen ersten anthropologischen Schock, würden Wissenschaftler sagen.“ Was das genau war, an dieser Stelle nur so viel: Eine Kreuzspinne war „im Spiel“ …
Über Jahre hatte Wagner tatsächlich Todesängste. „Ohne wirkliche Gründe hatte ich eine Phobie vorm Sterben.“ Mittlerweile ist er durch eine Therapie von dieser Angststörung befreit und resümiert: „Meine Todesangst hat sich in Sarkasmus bzw. Zynismus gewandelt.“ Vor dem Hintergrund der nunmehr „… Enttäuschung, dass das Leben endlich ist, beschäftigt mich der Tod täglich.“ betont Jörg Wagner. Befragt nach der „Rede meines Lebens“, bekräftigt er sofort: „Die eigene Grabesrede zu halten, ist meine Idee schon immer.“ Wie der DT64-Gründer Sigmar Krause hält er es für wichtig, dass man „die Deutungshoheit über sein Leben behält.“ Und er fügt hinzu: “Ich bin Pessimist. Vom Standpunkt des Todes aus betrachtet, ist es egal, wie lange man lebt.
Hier kommt die Episode 161 von „Schwarz hören“ mit Jörg Wagner.