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Verantwortliches Handeln verändert die Welt zum Besseren

Published 9 hours ago
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Der Bibeltext Hosea 4,1-14 – ausgelegt von Andreas Hornung.

Gewaltenteilung als Grundprinzip – in Demokratie und
altem Israel

Die Basis einer jeden Demokratie ist die Gewaltenteilung. Dabei ist die staatliche Gewalt aufgeteilt in legislative (gesetzgebende), in exekutive (vollziehende) und in judikative (Recht sprechende) Gewalt.
Diese sollen sich gegenseitig kontrollieren und staatliche Macht begrenzen.
Ein ähnliches Schutz-System bestand schon im alten Israel. Dort herrschten Könige, die Priester waren die Gesetzeshüter und Richter und die Propheten waren das Korrektiv von allerhöchster Instanz, weil sie eine große Unmittelbarkeit zu Gott hatten. Sie durften (in der Regel) Könige und Priester kritisieren und zurechtweisen.
Ich erinnere hier nur an den Propheten Nathan, der König David zurechtwies (2. Sam 12). Das gab es in Israels Nachbarländern nicht. Ihre Könige waren Göttern gleich. Wo dieses Kräfteverhältnis gestört ist, gerät ein Staat in Schieflage. So erging es auch Israel Mitte des 8. Jh. v. Chr.

Hoseas Anklage: Korruption, Rechtsbeugung und
Versagen der Verantwortlichen

Der Prophet Hosea tritt auf und spricht im Auftrag Gottes Dinge an, die schief laufen und auf Dauer nicht gut gehen können. Er will das Volk wachrütteln (in den Versen 1 bis 3) und die Priester zur Verantwortung ziehen (ab dem Vers 4); denn die Priester sind die Gesetzeshüter und Richter, sie sind die Lehrer des Volkes (5. Mo 33,10a; 3. Mo 10,11; 2. Chr 17,7–9; Mal 2,7).
Ihre Aufgabe ist es, Recht zu sprechen – ohne Ansehen der Person (!) und den Armen nicht zu benachteiligen. So fordert es das Gesetz. Aber Korruption hatte sich eingeschlichen, Rechtsbeugung zum eigenen Vorteil, falsche Eide wurden geschworen und – falsche Zeugen gekauft, um die Interessen der Reichen durchzusetzen. Gewalt wurde geübt gegen die Mittellosen und Schwachen. Nicht der bekam Recht vor Gericht, der Recht hatte, sondern wer die besseren
Anwälte bezahlen konnte. Ja, man schreckte sogar vor ungerechten Todesurteilen nicht zurück, um Menschen regelrecht aus dem Weg zu räumen, um der Eigeninteressen willen. Denken Sie nur
an die Geschichte von Nabots Weinberg, nachzulesen im 1. Buch der Könige im 21. Kapitel.
Das nennt die Bibel Blutschuld.
Die von Gott wahrhaft berufenen Propheten hat man ausgetauscht gegen Propheten, die für Bezahlung für die Herrschenden Gottesurteile verkündeten und die die Interessen der Einflussreichen vertraten. Sie redeten den Mächtigen nach dem Mund.
Diese Kult-Propheten, die in der Bibel „falsche Propheten“ genannt werden, kritisierten auch nicht die Abgötterei, den Götzendienst und die Tempelprostitution. Dies alles war Gott ein Gräuel, sagt die Heilige Schrift.
Im Vers 14 heißt es sogar, dass auch die Priester die Dienste der Tempeldirnen in Anspruch nahmen und mit ihnen zusammen den falschen Göttern opferten. Der Prophet Hosea klagt im Namen Gottes, dass keiner die Zivilcourage besitzt, solche Missstände auch nur anzusprechen, geschweige denn anzuklagen und die solches tun zurechtzuweisen, heißt es im Vers 4. Aber warum tut das niemand? – Aus Angst. Wer sich auf die falsche Seite stellt, gerät schnell in dieselben Schlingen der Macht und wird harten Zwangsmaßnahmen ausgesetzt. Dazu haben nur wenige den Mut.

Gottes Gericht und seine erzieherische Absicht
Gott geht mit den Priestern, also mit den Verantwortlichen, den Lehrern des Volkes, ins Gericht, heißt es. Jakobus sagt im Neuen Testament, dass die Lehrer ein strengeres Urteil von Gott empfangen werden (Jak 3,1). Aber warum? – Weil sie mehr Wissen haben. Auch Jesus sagt, dass der Knecht, der den Willen Gottes kennt, aber nicht dementsprechend handelt, mehr Schläge bekommen wird als der,
der den Willen Gottes nicht kannte (Lk 12,47–48). Und der Apostel Petrus sagt, dass das Gericht Gottes „beim Hause Gottes anfängt“ (1.P

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