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Back to EpisodesEin Wort von Gott
Description
Gottes Wort durch den Propheten Hosea
Als ich mir den Text aus dem Propheten Hosea ansah, war ich zunächst erschrocken. Dankbar war ich, dass mir das Wort des Apostels Paulus einfiel, das er seinem Schüler Timotheus schrieb: „Die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt." (2. Tim 3,16 HfA) Dieses Wort ermutigte mich, den vorgeschlagenen Text für die Sendung „Bibel heute" nicht wegzulegen, sondern ihn zu betrachten und darüber nachzusinnen. Folgendes fiel mir auf:
„Das ist das Wort des Herrn!" So beginnt der Abschnitt. Es ist nicht irgendein Wort. Es ist auch nicht das Wort des Propheten. Es ist das Wort Gottes. Darüber kann ich nur staunen. Nach allem, was anscheinend geschehen ist mit dem Volk Gottes – wir hören hier von einem gespaltenen Land: Juda und Israel – wendet sich Gott diesem Volk erneut zu. Er spricht mit ihm. Nicht begegnet mir: „Nach allem, was du mir angetan hast, will ich nichts mehr mit dir zu tun haben. Mit dir rede ich nicht mehr." Nein, so ist Gott, dem ich glaube, nicht. Welch ein Glück.
Der Auftrag Hoseas und die Ehe als Zeichen
Nun zum Reden Gottes. Der Prophet Hosea erhält einen Auftrag, der unmöglich erscheint. Er soll eine Frau heiraten, die eine Prostituierte ist. Warum tut Gott Hosea so etwas an? Wir finden die Antwort, wenn wir auf den Bibeltext weiter hören: „Mein Volk ist wie eine Hure. Es ist mir untreu und läuft fremden Göttern nach." Der Prophet Hosea soll die Rolle des betrogenen Ehemannes einnehmen. Kann er so die Gefühle Gottes, der von seinem Volk betrogen wird, besser verstehen? Und dann wieder etwas zum Staunen. Der Prophet verweigert den Auftrag nicht. Er handelt danach.
An meinen Start in die Ehe muss ich denken. Erst mit 34 Jahren habe ich geheiratet. Von Familienangehörigen und Freunden wurden mir immer wieder Frauen vorgeschlagen bis hin zu dem Vorschlag, doch ehelos zu bleiben. Heute, nach knapp 45 Jahren Ehe, kann ich sagen: „Wie gut, dass ich nicht auf diese Vorschläge gehört habe." – Von Hosea wird berichtet: Er hat diese stadtbekannte Frau geheiratet. Er handelte nicht nach menschlichen Ratschlägen. Gott selbst hat geredet und ihn beauftragt. Auch heute noch spricht Gott, durch sein Wort, durch Empfindungen in unserem Herzen und manchmal auch durch Menschen, denen ich vertrauen kann. Daraus ergibt sich diese Frage, die ich Ihnen und mir stellen will: „Wie kann ich in meinem Leben Gottes Reden wahrnehmen, das mich zu Veränderung und Erneuerung einlädt?"
Die Namen der Kinder als Botschaft des Gerichts
Dann darf Hosea Vater werden. Ein Sohn wird ihm geboren. Gott bleibt am Ball. Er bestimmt den Namen, den der Prophet seinem Sohn geben soll: Jesreel. Jesreel bedeutet „Gott wird zerstreuen". Dieser Name, Jesreel, weist auf das bevorstehende Ende Israels hin. Das Volk wird wegen seiner Schuld durch den König Jehu in der Stadt Jesreel unter die Völker zerstreut werden. Der Name „Jesreel" spricht von dem
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