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Back to EpisodesEin Feuerwerk an Verhaltensweisen
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Verhaltensregeln – Anlass und Hintergrund
Tut dies, denkt daran, macht das nicht … mich triggern diese Verse ein wenig! Ich fühle mich an meine Kindheit erinnert, als Belehrungen an der Tagesordnung waren. Ich werde widerständig. Schließlich weiß ich doch selbst, wie ich leben will – und was sich gehört, oder!?
Ich frage mich: Was veranlasst den Verfasser dieser Verse, solch ein Feuerwerk an Verhaltensregeln loszuschicken und wie ein Oberlehrer zu wirken? Ob da wohl etwas gehörig schief lief in der Gemeinde, die hier ermahnt wird? Der Schreiber hält es anscheinend für nötig, die angeschriebenen Christen wieder auf den rechten Weg zu bringen. Was haben sie falsch gemacht? Woran müssen sie erinnert werden?
Die fünf Säulen des christlichen Lebens
5 Säulen des christlichen Lebens werden in den Versen 1–5 angesprochen: die geschwisterliche Liebe, die Gastfreundschaft, das Mitgefühl, die Beziehungspflege und der Umgang mit Geld.
Wer diese Werte kennt und lebt, hat ein gutes Gerüst für seinen Alltag als Christ. Sie sind eine Hilfe für ein gutes Leben. Umgekehrt: Wer sie nicht beachtet, missachtet so die Gebote Gottes. Die wurden uns ja nicht gegeben, um uns zu gängeln, sondern damit unser menschliches Miteinander auf dieser Erde gelingt.
Es macht also Sinn, wenn Christen sich immer wieder untereinander an Gottes Gebote erinnern, so wie es der Schreiber des Hebräerbriefes hier tut.
Sicher waren die Reaktionen damals unterschiedlich. Aber viele werden ins Nachdenken gekommen sein und sich und das Treiben in ihren Gemeinden vielleicht überprüft haben. Jesus hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass seine Freunde an ihrem Verhalten in der Welt erkannt werden. Wenn Christen keine Liebe untereinander haben, wenn sie Fremde nicht aufnehmen als Gäste, wenn ihnen die Gefangenen und Missbrauchten egal sind, wenn sie achtlos mit ihren Partnern umgehen und raffgierig handeln, wie sollen Nichtchristen dann einen liebenden, sorgenden Gott kennenlernen? Sie hätten keine Vorbilder.
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wir sollten uns und unser Verhalten also infrage stellen lassen:
Wie ist der Umgangston in der Gemeinde? Sind wir wertschätzend und freundlich, auch wenn jemand anstrengend ist oder anderer Meinung? Welche Atmosphäre verbreiten wir? Fühlt man sich bei uns wohl?
Nehmen wir die Mühen der Gastfreundschaft auf uns, auch wenn Gäste unvorhergesehen vor der Tür stehen? Haben wir den Mut, mit den Migranten und Flüchtlingen zu teilen ohne Ansehen der Person?
Setzen wir uns für Gerechtigkeit ein? Erheben wir die Stimme für Verfolgte und Missbrauchte? Schauen wir hin, wenn Menschen in unserer Umgebung leiden?
Was investieren wir in unsere Partnerschaften? Machen wir uns die Mühe, an unseren Ehen zu arbeiten und dem anderen treu zu bleiben?
Wie gehen wir mit unserem Hab und Gut um? Ersetzt das Haben das Sein? Übervorteilen wir andere, betrügen und holen aus allem das meiste heraus? Können wir noch abgeben und teilen?
Christen müssen und können nicht perfekt sein, aber schon, wenn wir uns an Gottes Lebenshilfen erinnern und uns damit auseinandersetzen, sehen andere an uns Jesu Art. Wir leben alternativ zu der vorherrschenden Strömung des Hasses und der narzisstischen Liebe. Gerade in unserer Zeit ist Jesu Aufruf zur Nächstenliebe der beste Gegenentwurf und aus meiner Sicht die einzige Lösung für die Abkehr vom Bösen.
Das heißt, die Verse aus dem 13. Kapitel des Hebräerbriefes sind hochaktuell im Jahr 2026. Die Menschheit braucht gerade dringend Mahner, die sie wieder auf den rechten Weg bringen. Und sie braucht Christen und Christinnen, die einfach in Jesu Sinne leben bzw. vorleben.
Wer so zum Leuchtturm in der Gesellschaft wird, profitiert letztendlich am meisten für sich selber. Schon das Sprichwort sagt ja: Liebe wird mehr, wenn man sie teilt. Die Sehnsucht nach ei