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Wie Ski ein zweites Leben bekommen

Wie Ski ein zweites Leben bekommen

Published 4 weeks, 1 day ago
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Skisport ist in Österreich trotz des Klimawandels das ganze Jahr über ein Thema und ein Massenphänomen. In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 1,8 Millionen Paar Ski und Skischuhe verkauft. Am Ende ihres Lebens landen diese High-Tech-Produkte meist im Sperrmüll und wertvolle Rohstoffe gehen dabei verloren. Im Forschungsprojekt „WINTRUST“ wird daran gearbeitet, Wintersportartikel systematisch zu recyclen. Im Rahmen des Innovationsforums von „Die Presse“ besprach Michael Köttritsch mit David Zidar und Michaela Plank, weshalb Recycling eine Superpower ist, bei der neben den technischen Lösungen auch die ökonomischen Aspekte eine maßgebliche Rolle spielen. Bereits im Jahr 2023 hat das Projekt „WINTRUST“ einen Bereich der Abfallwirtschaft ins Visier genommen, der bisher großteils unbeachtet blieb: das Recycling von Wintersportausrüstung. Doch das gestaltet sich schwierig, da Skischuhe, -bindungen und auch Helme aus unterschiedlichen Komponenten bestehen und Skier aus einem unlösbaren Verbund aus verschiedenen Werkstoffen bestehen, der beim Recycling aufgelöst werden muss. Die anfallenden Mengen an Material sind enorm. „Weltweit gibt es etwa 3,7 Millionen Paar Ski, die pro Saison verkauft werden, in Österreich sind das 350.000 bis 400.000 Paar. Rechnet man die Schuhe, die Helme und die Stöcke, also die gesamte Skiausrüstung, hinzu, kann man sich vorstellen, wie viele Produkte europaweit im Umlauf sind“, erklärt Michaela Plank. All diese Produkte enthalten wertvolle Rohstoffe, die Zidar, Plank und ihr Team durch Recycling wieder zurückgewinnen und in den Wertstoffkreislauf einbringen wollen. Am Projekt der Montanuniversität Leoben sind 30 Firmen, Institutionen, Gemeinden und Forschungseinrichtungen, die an der Lösung der Recyclingfrage von Skiausrüstungen beteiligt. In der Modellregion Pinzgau-Pongau entstand eine enge Zusammenarbeit mit Sportartikelhändlern, den Gemeinden und dem Abfallwirtschaftsverband. „Nach der Sammlung muss das Material in einzelne Gruppen, wie Skier, Stöcke und Schuhe, getrennt werden, denn eine gemeinsame Verarbeitung ist nicht möglich“, erläutert Zidar. Werden die Ergebnisse des Projekts „WINTRUST“ großflächig umgesetzt, könnten mehrere tausend Tonnen bzw. zehntausende Tonnen Material wiederverwertet werden.

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