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Unsere Salon-Lektüre, Wolfgang Kubickis Zukunft, Zeitgeist
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Komm' in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl, auch bei Apple Podcasts und Spotify). Alle Infos dazu: neuezwanziger.de
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00:00:00 Beginn
Stefan erklärt, warum die letzte Folge verspätet bei Spotify erschien: Hoster und Spotify stellen gerade auf einen neuen technischen Zugang um, und die Shownotes hatten erstmals die Marke von 10.000 Zeichen durchbrochen — die Fehlersuche erledigte er am Ende selbst, schneller als der Hoster. Wer die zweistündige Besprechung der Papst-Enzyklika deshalb verpasst hat, dem empfehlen die beiden das Nachhören, zumal sie regelmäßig darauf zurückkommen — auch heute. Wolfgang ergänzt: Wer den Podcast abonniert, bekommt zuverlässig alles mit — über Steady, Apple oder Patreon.
00:02:30 Lektüre-Vorstellung
Wolfgang kündigt die Salon-Lektüren an: Arne Semsrotts »Gegenmacht« über das, was die Zivilgesellschaft dem Rechtsruck entgegensetzen kann, Christoph Möllers' und Nils Weinbergs »Öffentliche Kunstfreiheit« — ursprünglich ein Gutachten — zur Frage, wie viel Einfluss der Staat auf staatlich geförderte Kunst nehmen darf, Judith Schalanskys literarische Essays »Marmor, Quecksilber, Nebel« (mit der Autorin spricht er auf der phil.cologne) sowie David Szalays Roman »Was nicht gesagt werden kann« über einen Mann, der fast nur »Okay« sagt und dennoch in die Londoner Upper Class aufsteigt. Stefan ergänzt Stefan Kühls »Führung und Gefolgschaft« — für ihn das beste Soziologie-Lehrbuch der letzten Jahre —, »After Automation« aus der Software-Firma Every, deren Gründer 95 Prozent seiner E-Mails von einer KI beantworten lässt und dem Diktum der Enzyklika von der bloßen Datenverarbeitung beispringt, sowie zum Abschluss Sebastian Jonas Hubers »Der Begriff der narrativen Hegemonie«. Dazu kommen Franziska Brantners Liberalismus-Essay und ein Musiktipp.
00:08:06 Kubicki
Den Auftakt macht die Nachricht, dass Deutschland keinen Sitz im UN-Sicherheitsrat erhält — für Wolfgang die Quittung für die Außenpolitik von Friedrich Merz und seinen Vorgängern. Stefan wundert sich grundsätzlicher über eine Demokratie, die statt der Besten Figuren wie Johann Wadephul nach oben spült, der »aus heiterem Himmel« kam und ebenso spurlos wieder gehen werde. Dann zum FDP-Parteitag: Wolfgang Kubicki gewinnt die Kampfabstimmung um den Vorsitz mit gerundet 60 zu 40 Prozent gegen die überraschende Gegenkandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann. In Ausschnitten aus dem Tagesthemen-Interview mit Jessy Wellmer sagt Kubicki, 60:40 sei ein gutes Ergebnis, auf die Frage, wie er Strack-Zimmermanns 40-Prozent-Anhängerschaft für sich gewinnen wolle: »gar nicht«, Brandmauern seien für Liberale kein Kriterium, und die AfD sei nicht das Zentrum des Universums. Wolfgang findet — bei voller inhaltlicher Ablehnung, spätestens seit Kubickis Vorgehen gegen El Hotzo — genau diese unbeschwichtigende Kommunikation richtig und hält sie der Linken wie der SPD als Lehrstück vor: Wer Strack-Zimmermanns Positionen wolle, finde das Angebot längst bei den Grünen, wie auch Franziska Brantners Essay zeige. Stefan hält dagegen, dass hinter der One-Man-Show niemand mehr steht, und verweist mehrfach auf Arne Semsrott: Schlimmer, als wenn die AfD AfD-Politik macht, sei e