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Back to EpisodesGlaube in der Krise: Hoffnung finden
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Was bedeutet Glaube?
Der Glaube spielt in der gesamten Bibel eine zentrale Rolle. Er stellt die Antwort des Menschen auf Gottes Liebe und Gnade dar: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Johannes 3, 16) Aber was es bedeutet, an Gott bzw. an JesusChristus zu glauben, wird in der Regel nicht weiter erläutert.
Dagegen widmet sich der Schreiber des Hebräerbriefs dieser Frage sehr ausführlich. Er beginnt mit einer Definition und fügt verschiedene Beispiele aus dem Alten Testament an, beginnend mit der Ur- und Frühgeschichte.
Die Definition am Anfang klingt in den verschiedenen Bibelübersetzungen etwas unterschiedlich. Allen gemeinsam ist, dass Glaube etwas mit Hoffnung zu tun hat. Außerdem ist der Gegenstand des Glaubens etwas, was man nicht sieht. In der Tat: Gott lässt sich nicht mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen oder beweisen, trotzdem ist er für Christinnen und Christen Realität.
Glaube und Schöpfung
Zur Schöpfung sagt der Schreiber des Hebräerbriefs, dass die Welt durch Gottes Wort aus dem Nichts heraus geschaffen ist (Vers 3). Gott schafft etwas komplett Neues. Die Erforschung, wie die Welt entstanden ist, überlasse ich getrost den Naturwissenschaften, die heute einen völlig anderen Kenntnisstand haben als die Menschen zurzeit der Entstehung der biblischen Berichte. Entscheidend ist, dass Gott der Schöpfer der Welt ist und sie durch sein bewusstes Handeln entstanden ist. Wie Gott das gemacht hat, ist für meinen Glauben unerheblich.
Glaubensbeispiele aus dem Alten Testament
Nach diesen allgemeinen Überlegungen wird das Beispiel von Kain und Abel angeführt. Beide Brüder bringen Gott ein Opfer, aber nur das von Abel nimmt Gott an. Darüber wird Kain so zornig, dass er seinen Bruder erschlägt; das ist der erste Mord der Menschheit. Im Bericht im 1. Buch Mose 4 wird nicht der Unterschied zwischen beiden Opfern erklärt, das tut erst der Schreiber des Hebräerbriefs: Beide Brüder bringen ihre Opfer mit einer unterschiedlichen Haltung, nur bei Abel sieht er dahinter wirklichen Glauben. Das ist wichtig für die Übertragung in die Gegenwart: Auch Menschen ohne Glauben können Gutes tun, freundlich und hilfsbereit sein, Bedürftige unterstützen, Geld spenden und so weiter. Am Verhalten lässt sich nicht unbedingt erkennen, ob ein Mensch Christ ist oder nicht. Entscheidend ist nicht die Tat an sich, sondern die dahinter stehende Haltung: Ein Christ tut etwas aus Liebe zu Gott oder zum Nächsten, damit geschieht es aus dem Glauben heraus.
Henoch wird im Geschlechtsregiste