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Warum KI-Projekte veralten, bevor sie live gehen: Cost Overrun, Claude und die OMR – mit Tim Wiegels (Folge 328)

Warum KI-Projekte veralten, bevor sie live gehen: Cost Overrun, Claude und die OMR – mit Tim Wiegels (Folge 328)

Published 3 months, 1 week ago
Description
KI-Projekte veralten oft, bevor sie überhaupt in Produktion gehen. Genau darum dreht sich diese Folge: um die Ökonomie hinter KI-Projekten und um die Frage, warum Cost Overrun bei KI keine Panne ist, sondern die Regel. Tim Wiegels und Jonas Rashedi melden sich nach langer Pause zurück. Beide haben in den Wochen davor sehr viel mit Claude und ChatGPT gearbeitet und probieren deshalb ein neues Format: drei News der Woche, jeweils mit Take, danach Thesen, Frameworks und zum Schluss eine Wette. Ein Bild trägt die Folge. Ein Berater der Big Four erzählt, er habe ein tolles Projekt durch, die Plattform für den Kunden sei 2027 fertig. Nur ist das eingesetzte Modell dann schon drei Jahre alt und die Möglichkeiten sind ein Vielfaches weiter. Wer ein KI-Projekt plant wie ein klassisches IT-Projekt mit Einmalkosten, plant an der Realität vorbei. Beide sind sich einig: Man steht bei dem Thema gefühlt jeden Monat wieder am Anfang. Die drei News: OpenAI und Anthropic gründen Enterprise-Joint-Ventures mit Private-Equity-Häusern im Rücken. Die Modelle kommen damit nicht nur über den klassischen Vertrieb ins Unternehmen, sondern durch die Hintertür der Investoren. Die Bitkom KI-Studie 2026 zeigt eine steigende KI-Nutzung, und jedes dritte Unternehmen reißt sein geplantes KI-Budget. Und Snowflake und Databricks positionieren sich als Steuerungsschicht für KI-Agenten, weil sie die Datengrundlage und die Abstraktionsschicht ohnehin schon liefern. Der Kern der Folge sind fünf Kostenfallen. Erstens Datenqualität: Niemand rechnet die Bereinigung ein, die schnell die Hälfte der Laufzeit frisst. Zweitens Inferenzkosten, die mit der Nutzung skalieren, während der Proof of Concept als Maßstab genommen wird. Drittens der Irrglaube, ein KI-Use-Case laufe ohne Reviewer, Audit-Trail und Eskalation. Viertens Vendor-Lock-in, der durch die neuen Joint Ventures operativ noch größer wird. Fünftens der Change-Schatten: Wenn Leute wegen KI gehen, tauchen Restrukturierungskosten im Business-Case auf, der Wissensverlust nicht. Zum Schluss die Wette auf die Bitkom-Studie 2027. Tim hält 45 Prozent Cost-Overrun-Quote für realistisch, Jonas hält mit 66 Prozent dagegen. Die Begründung: Allein der Wechsel auf ein neues Opus-Modell hat die Abfrage-Limits verändert, und niemand hat das eingeplant. Doppelgänger-Folge mit Tim Wiegels. Aufgenommen rund um die OMR.
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