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Festhalten am Bekenntnis der Hoffnung

Published 3 weeks ago
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Der Bibeltext Hebräer 10,19-31 – ausgelegt von Thomas Neuer.

Wenn das Vertrauen fehlt – Gott begegnen in schwierigen Zeiten

Manchmal fehlt mir die Freundlichkeit und Muße, Gott zu begegnen. Mich beschäftigt eine Sache so, dass ich darüber nicht still werde. Es schnürt mir buchstäblich die Kehle zu. Ich kann es nicht vor Gott bringen und bei ihm loswerden. Ich bin so erschüttert, dass mir gerade das Vertrauen fehlt, dass Gott hier eingreift.

Und da soll ich mich daran erinnern, was Jesus für mich getan hat, damit ich neu unbekümmert und vertrauensvoll Gott meinem himmlischen Vater begegne.
 

Der Weg zu Gott ist frei – durch Jesus Christus

Denke daran, so erklärt der Schreiber des Hebräerbriefes: Jesus hat sein eigenes Blut für dich vergossen. Er opfert sich selbst als der Unschuldige für dich Schuldigen und tritt so vor Gott, um dich zu rechtfertigen. Dabei hat der Schreiber ein Bild vor Augen: Jesus hängt am Kreuz und stirbt mit den Worten: „Es ist vollbracht!“ In diesem Augenblick reißt im Tempel der Vorhang zum Allerheiligsten von oben bis unten durch. Das soll zeigen: Nun ist der Zugang zu Gott frei. Du kannst jetzt vor Gott treten ohne Angst vor seiner Heiligkeit zu haben und kannst ihm alles sagen. Du darfst kommen wie ein Kind, das zu seinem lieben Vater erwartungsvoll aufschaut. Es weiß, dass er seine Bitte anhören und nicht ausschlagen wird. In seiner Weisheit wird er die beste Antwort darauf haben.

Ja, Sie und ich dürfen vertrauensvoll mit frohem Herz zu Gott kommen und müssen nichts vor ihm verbergen. Ich brauche kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, denn ich habe Jesu Vergebung in Anspruch genommen. Ich brauche auch keine Angst vor der Zukunft zu haben!

Immer wieder fragen sich Christen, ob ihre Frömmigkeit ausreicht, um in den Himmel zu kommen. Sie meinen damit, ob sie heilig genug gelebt haben, dass Gott sie zu sich aufnehmen kann. Da wird offensichtlich etwas nicht richtig verstanden. Unser Bekenntnis heißt doch: Allein aus Gnade seid ihr gerettet und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich niemand rühme! So erklärt es Paulus im Epheserbrief, Kapitel 2, Verse 8 und 9. Wenn das Gott so verheißen hat in seinem Wort, brauchen wir nicht daran zu zweifeln, denn er steht hundertprozentig zu seinen Zusagen. Er ist der treue Gott, auf den ich mich verlassen kann.

Lassen Sie sich also neu von diesem Text ermutigen, Gott alles zu sagen, was Sie bewegt. Und da brauchen Sie nicht auf Ihre Formulierungen achten, sondern dürfen ganz vertrauensvoll mit ihm reden, als würde er Ihnen gegenüberstehen.
 

Gemeinschaft als Gestältung des Glaubens

Und was ist, wenn mich doch einmal so ein Tief überkommt, dass ich es nicht mehr schaffe, mit Gott zu reden? Dann bin ich froh, dass ich als Christ nicht allein dastehe, sondern hoffentlich in einer Gemeinde beheimatet bin, wo man aufeinander achtet.

Denn dazu ermahnt hier der Verfasser des Briefes: Schaut aufeinander, spornt euch gegenseitig an, euch in Liebe zu begegnen. Und tut euch Gutes!

Wie kann das praktisch aussehen? Es beginnt damit, dass ich nach einem Gottesdienst nicht einfach nach Hause gehe, sondern mich mit einem anderen unterhalte, der auch im Gottesdienst war. Daraus entsteht ein Kontakt, ja sogar eine Freundschaft. Ich teile mich mit und auch der andere. Wir beten miteinander und füreinander. Durch das Miteinander weiß ich um Situationen im Leben des anderen und kann ihm in äußerer und innerer Not beistehen. Ich ermutige ihn, wenn er in Gefahr ist, sich zurückzuziehen oder zu verkriechen: Komm weiter in die Gemeinde – du wirst davon nur profitieren.

So können wir als Christen Gemeinschaft praktizieren und uns mit Herzlichkeit begegnen und gegenseitig helfen. Denn das ist nicht eine Geste allgemeiner Freundlichkeit, sondern eine Folge meines Lebens mit Jesus. Je mehr ich seine Liebe verspüre und erfahre, umso mehr möchte ich auch davon an

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