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Wie KI-Tools die klassische Werbebranche unter Druck setzen - mit Florian Zühlke von Jung von Matt
Description
In dieser Folge von „Kollegin KI“ begrüßt Podcast-Host Max Mundhenke den KI-Experten Florian Zühlke von Jung von Matt. Gemeinsam blicken sie hinter die Kulissen einer der führenden Werbeagenturen und besprechen, wie die KI-Transformation das kreative Handwerk wirklich verändert. Ein zentrales Thema ist dabei die provokante These, ob KI klassische Agenturen bis 2028 komplett ablösen wird. Zühlke entzaubert den aktuellen Hype um autonome KI-Agenten und erklärt, warum der berüchtigte „AI Slop“ – fehlerhafter, klischeeüberladener Content – zeigt, dass echte emotionale Tiefe und handwerkliche Nachbearbeitung weiterhin unverzichtbar bleiben. Zugleich berichtet er aber auch von einer wachsenden „Geiz ist geil“-Mentalität der Kunden, die Agenturen unter Druck setzt. Eine spannende Bestandsaufnahme über die Gegenwart und Zukunft der Werbung.
Das sind die Themen dieser „Kollegin KI“-Episode mit Florian Zühlke:
Die KI-Transformation im Agenturalltag: Florian Zühlke leitet das Team der „Artificial Crafts“ bei Jung von Matt und koordiniert die deutschlandweite KI-Implementierung über verschiedene Gewerke hinweg.
Wilder Westen der Tool-Landschaft: Agenturen testen zwar fast jedes neue Tool, doch für den produktiven Kundeneinsatz im Businessrahmen ist aufgrund von Sicherheitsverträgen nur ein Bruchteil geeignet.
Eigene Modell-Entwicklung gescheitert: Mit „Jung von Matt Stables“ versuchte die Agentur ein eigenes Bildmodell zu etablieren, stieß damals jedoch an die qualitativen Grenzen der damaligen Technologie.
Der Marken-Playground für zuhause: Für alltägliches Gebrauchsmaterial wie Newsletter-Bilder modifiziert die Agentur bestehende Fremdmodelle exakt nach den Corporate-Identity-Vorgaben der Kunden.
Gefahr von billigem AI-Slop: Rein KI-generierte Werbespots fallen in sozialen Netzwerken oft durch Klischees und mangelnde Qualität durch, was von Nutzern mit negativen Reaktionen bestraft wird.
Verschiebung der Jobprofile: Trotz höherer Schlagzahl und mehr Content-Kanälen wie TikTok führt KI nicht zu Entlassungen, sondern schafft Freiräume für strategische und beraterische Aufgaben
Grenzen von Agentic AI: Der aktuelle Hype um automatisierte KI-Agenten scheitert in der Praxis noch an unstrukturierten Unternehmensdaten und Systemabbrüchen nach dem Stille-Post-Prinzip.
Synthetische Fotoshootings als Handwerk: Neue Berufsbilder wie „Senior Creative Art and AI“ erfordern spezialisiertes Wissen über KI-Casting, digitale Garderoben und 3D-Layouts.
Zukunftsvision bis 2028: Die steile These vom „Endspiel der Werbung“ greift zu kurz, da Agenturen sich längst selbst zu KI-getriebenen Organisationen transformieren.
Der Chatbot zur Folge: https://bio.to/KolleginKI_Chatbot
Mehr zu Florian bei Linkedin: https://www.linkedin.com/in/fzuehlke/
Mehr zu Max bei Linkedin: https://www.linkedin.com/in/tomkraftwerk
Produktion: Podstars by OMR