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Back to EpisodesEigentlich will ich dir nah sein
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Einleitung: Die Sehnsucht, Gott nahe zu sein
Früher war alles besser. Dem einen oder anderen ist dieser Satz wahrscheinlich schon mal über den Mund gekommen, nicht wahr. Und manchmal steckt da ja auch ein echtes Gefühl und eine echte Erfahrung drin.
Ich möchte Ihnen heute aber anhand unseres Bibeltextes zumindest eine Sache zeigen, die früher auf keinen Fall besser war. Und mit Früher meine ich hier das Alte Testament. Und was lief da nicht so gut? Wenn die Menschen zu Gott kommen und ihm nahe sein wollen, dann müssen sie erst einige Opfer Gott darbringen.
Und diese Frage: Wie kann ich nahe bei Gott sein – stelle ich mir auch heute immer wieder. Und vielleicht kennen Sie diese Sehnsucht auch: Eigentlich wollen Sie doch einfach nur nah bei Gott sein. Und ich kann Ihnen schon mal vorwegnehmen: Wir leben heute in einer ganz besonderen Zeit, von der die Menschen aus dem Alten Testament nur träumen konnten.
Denn im Alten Testament gibt es ein ganz klar vorgegebenes System, das regelt, wie man sich Gott nahen kann. Wer sich Gott nahen will, muss erst mal Schlachtopfer, Sündopfer und Brandopfer darbringen und das teilweise täglich.
Gut, aufwendiges System, aber wenn es funktioniert, dann lohnt sich die Mühe ja, oder?
1) „Die Menschen wollen Gott nahe sein“ – aber das alte Opfersystem kann diese Nähe zu Gott letztlich nicht schaffen (Verse 1–4)
Der Hebräerbrief erklärt auch Schritt für Schritt warum. In Kapitel 10,1 beginnt er gleich so:
„Das Gesetz hat nur einen Schatten der zukünftigen Güter, nicht das Wesen der Dinge selbst.“
Also das System, das Gesetz und damit auch der Opferkult, sind nur ein Schatten. Wer schon mal versucht hat, einen Menschen am Schatten zu erkennen – der weiß: Das ist nicht dasselbe und lange nicht so gut, wie es dann ist, wenn ich den Menschen von Angesicht zu Angesicht sehe.
Und weiter sagt der Hebräerbrief:
Das Opfersystem ist „nicht imstande, die Herannahenden vollkommen zu machen.“
Und noch härter wird es in Vers 4 formuliert:
„Denn es ist unmöglich, dass Blut von Stieren und Böcken Sünden wegnimmt.“
Da könnte ich ja fast meinen, was hat Gott denn da für ein System eingeführt – das funktioniert ja gar nicht. So sagt auch der Hebräerbrief zwei Kapitel vorher:
„Denn wenn jener erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum für einen anderen gesucht werden“ (Hebräer 8,7).
Dabei ist dennoch wichtig zu verstehen: Das Alte ist nicht schlecht. Paulus sagt über das Gesetz: es sei heilig, gerecht und gut (vgl. Römer 7,12). Dennoch ist das alte Opfersystem letztendlich nur ein Schatten – ein Schatten von dem, was noch kommen soll. Und was noch kommen soll, da knüpfen die folgenden Verse an. Denn Gottes Plan ist von Anfang an: dass wir nah bei ihm sein können und das ohne Jahresopfer. Ohne System, das ungenügend ist.
2) „Gott will Ihnen nah sein“ – deshalb kommt Jesus und bringt ein für alle Mal das vollkommene Opfer (Verse 5–14)
Jesus soll alles verändern. Und wie, zeigt der Hebräerbrief hier, indem er Psalm 40 zitiert und diese Worte Jesus in den Mund legt:
„Schlachtopfer und Speisopfer hast du (Gott) nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet. An Brandopfern und Sündopfern hattest du kein Wohlgefallen. Da sprach ich (also Jesus): Siehe, ich komme […] deinen Willen, Gott, zu tun.“
Alles im Hebräerbrief läuft immer darauf hinaus, dass Jesus der Beste, Höchste und Vollkommene ist. Schauen wir uns kurz den Vergleich des alten Opfersystems mit dem neuen Opfer Jesu an: Die Opfer im Alten Testament werden nur in einer irdischen Stiftshütte dargebracht – wie Sie anfangs gehört haben, ist das nur der Schatten der himmlischen Stiftshütte. Jesus jedoch ist in die himmlische Stiftshütte eingegangen. Früher wird nur das Blut von Tieren geopfe