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Back to EpisodesWenn Altes neu wird
Description
Die alte Ordnung: Gottesdienst hinter dem Vorhang
Wer die alte Ordnung kennt, der darf gespannt sein auf die neue. Es sind Menschen aus dem jüdischen Volk an die sich der Schreiber des Hebräerbriefes wendet. Menschen, die gut mit den jüdischen Gesetzen und Ritualen vertraut sind, die aber in Jesus ihren Herrn und Retter gefunden haben. Und gerade dieses Verständnis soll noch einmal vertieft werden. Worin unterscheidet sich die neue Ordnung von der alten?
Im Hebräerbrief wird die Stiftshütte beschrieben … eine Zeltanlage, die Mose zur Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israels nach Gottes Anweisungen in der Wüste errichten ließ. Hier wollte Gott unter seinem Volk wohnen. Hier konnte Israel seinem Gott begegnen.
Nach dem Vorbild der Stiftshütte ließ Salomo später auch den Tempel in Jerusalem erbauen. Alle Anweisungen für die verschiedenen Opfer- und Reinigungsrituale wurden übernommen. Etwa 1500 Jahre lang haben diese Rituale das Glaubensverständnis Israels geprägt.
Jetzt macht der Schreiber des Hebräerbriefes deutlich, dass all das, was das jüdische Volk verinnerlicht hat, Hinweise waren. Hinweise auf das, was Jesus Christus durch seinen Tod bewirken wird. Er beschreibt den Aufbau der Stiftshütte. Da gab es den vorderen Raum, das Heilige. Hier versahen die Priester ihren Dienst. Gottesdienste wurden vorbereitet. Außerdem waren sie für die Reinigung des Siebenarmigen Leuchters zuständig und mussten zweimal täglich Öl nachfüllen. Die Lampen brannten Tag und Nacht in diesem fensterlosen Raum.
An diesen heiligen Raum schloss sich ein weiterer an. Ein schwerer, kostbar gewebter Vorhang trennte diese beiden Räume. Er wurde „das Allerheiligste“ genannt. Hier stand die mit Gold beschlagene Bundeslade. In diesem – ebenfalls fensterlosen Raum – brannte keine Lampe. Gott selbst erfüllte ihn mit seiner Herrlichkeit.
Während die Priester täglich im vorderen Raum ihrer Beschäftigung nachgingen, war das Allerheiligste tabu für sie. Nur ein einziger, nämlich der Hohepriester, durfte einmal im Jahr diesen abgetrennten Bereich betreten … diesen heiligsten Bereich der Gegenwart Gottes. Nur am großen Versöhnungstag war es ihm erlaubt, hier für alle unwissentlich begangenen Sünden Abbitte zu tun.
Der zerrissene Vorhang: Die neue Ordnung tritt in Kraft
Diese räumliche Trennung macht deutlich, dass der Weg in Gottes Gegenwart noch nicht offen war. Menschliche Unvollkommenheit und Schuld vertrug sich nicht mit der Herrlichkeit Gottes. Die damaligen Opfer und Rituale konnten das Gewissen des Menschen nicht vollkommen reinigen; sie waren nur eine vorübergehende Ordnung. Sie gehörten zu dem alten Bund, den Gott mit Mose geschlossen hatte.
Jetzt betont der Schreiber des Briefes das Ende der alten Ordnung und den Beginn der neuen, der