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Spionageverdacht: Was will China von der deutschen Wissenschaft?

Spionageverdacht: Was will China von der deutschen Wissenschaft?

Published 1 month ago
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Wegen des Verdachts auf Spionage im Auftrag Chinas hat die Bundesanwaltschaft in München am Mittwoch ein Ehepaar festnehmen lassen. Die beiden beschuldigten deutschen Staatsbürger sollen versucht haben, Wissenschaftler an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen auszuspionieren. Einige Wissenschaftler seien unter dem Vorwand nach China gelockt worden, gegen Honorar Vorträge vor einem zivilen Publikum zu halten. »Tatsächlich erfolgten solche Vorträge dann aber vor Angehörigen staatlicher Rüstungsunternehmen«, so die Bundesanwaltschaft.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Ebola-Epidemie in Zentralafrika deutlich früher ausgebrochen ist als zunächst angenommen wurde. Die WHO-Expertin in der Abteilung für Epidemie- und Pandemiebekämpfung, Anaïs Legand, sagte, dass der Ausbruch »wahrscheinlich einige Monate« zurückliege. Die WHO hatte am Wochenende wegen des Ausbruchs den »internationalen Gesundheitsnotstand« ausgerufen, die Afrikanische Union dann am Dienstag den Notstand für den ganzen Kontinent. Inzwischen gibt es über 600 Ebola-Verdachtsfälle und 139 Tote. Ursache für die Epidemie ist Bundibugyo, eine seltene Variante des Ebola-Virus. Über das Virus spricht der stellvertretende Leiter des ZEIT-Gesundheitsressorts, Florian Schumann.

Außerdem im Update:

  • Die EU will das Zollabkommen mit den USA umsetzen. Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 EU-Länder einigten sich in der Nacht auf Mittwoch darauf, europäische Zölle auf US-Industriewaren, wie mit Präsident Donald Trump vereinbart, abzuschaffen. Eine Notfallklausel besagt, dass die EU-Kommission die Zollabschaffung mit Zustimmung der Mitgliedstaaten wieder aussetzen kann, falls Trump die Zölle erhöht. Den ausgehandelten Kompromiss ordnet die Auslandskorrespondentin der ZEIT, Johanna Roth, ein.
  • Bei dem zweitägigen Besuch Wladimir Putins bei Chinas Staatschef Xi Jinping haben die beiden sich für eine dauerhafte Lösung in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgesprochen, wobei die entscheidende Rolle Russlands nicht thematisiert wurde. Bezüglich des Irankriegs forderten Putin und Jinping zu einer Konfliktbeilegung auf. China und Russland wollen künftig in Form von gemeinsamen Militärmanövern und Luft- und Meerespatrouillen ihre militärische Zusammenarbeit vertiefen.
  • Das Kabinett hat am Mittwoch die Führerscheinreform verabschiedet. Fahrstunden sollen nun auch von einer »nahestehenden Person« wie einem Eltern- oder Großelternteil abgehalten werden dürfen. Außerdem soll die Pflicht zum Präsenzunterricht abgeschafft werden. Dadurch soll die Fahrprüfung für junge Erwachsene bezahlbarer werden.

Und sonst so? Spazierclubs liegen im Trend.

Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

Redaktion: Moses Fendel, Elise Landschek

Mitarbeit: Mira Schrems

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Weitere Links zur Folge:

Spionage: Zwei mutmaßliche chinesische Spione in München festgenommen

Chinesischer Spion:

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