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Jesus ist besser

Published 4 weeks ago
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Der Bibeltext Hebräer 8,1-13 – ausgelegt von Matthias Gerlach.

Jesus Christus – der Hohepriester höherer Ordnung

Der Hebräerbrief stellt Jesus Christus in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Anhand des Alten Testamentes wird begründet, warum Jesus so viel mehr ist als die Priester und die Leviten. Dieser Beweis wurde im vorigen Kapitel geführt. Jetzt kommt das Wesentliche. Die Hauptsache des ganzen Hebräerbriefs. An dieser Stelle wird auf den Anfang des Hebräerbriefs verwiesen, dort heißt es in Kapitel 1,3: „Er ist der Abglanz der Herrlichkeit Gottes … nachdem er die Reinigung der Sünden erwirkt hat, hat er sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.“ (Hebräer 1,3) Wir haben in Jesus einen Hohenpriester höherer Ordnung, der zur Rechten Gottes sitzt und uns vertritt. Jesus spricht für uns auf dem kürzesten Dienstweg mit Gott. Wenn Jesus sich im Himmel auf den Thron gesetzt hat, dann gewinnt er damit an Hoheit und Würde, dann ist seine Fürsprache für die Gemeinde umso wirksamer. Deshalb sind wir eingeladen, täglich mit ihm zu sprechen, zu ihm zu beten. Das macht den Glauben lebendig und hilft uns, unsere persönliche Beziehung zu Jesus zu vertiefen.
 

Das himmlische Heiligtum und das Opfer am Kreuz

Weiter vergleicht nun der Bibelabschnitt den Priesterdienst Jesu mit dem Dienst der Priester am Jerusalemer Tempel. Jesus dient am himmlischen Heiligtum, das das Vorbild für das irdische Heiligtum war. Der Tempel ist nur ein Abglanz des Himmlischen. Am irdischen Heiligtum könnte Jesus gar nicht Priester sein, denn er war nicht vom Geschlecht Aarons und kam nicht aus dem Stamm Levi, aber er ist ja ein Priester höherer Ordnung. Die Aufgabe der Priester war es, die Opfer für die Sünden darzubringen. Da musste der Priester zunächst für sich selbst opfern, erst wenn er sich dadurch von allen Sünden gereinigt hatte, konnte er für die Sünden des Volkes opfern.

Auch Jesus hat ein Opfer dargebracht, nur musste er nicht für sich selbst opfern, da er ohne Sünde war. Und das Opfer, das er dargebracht hat, war er selbst. Durch sein unschuldiges Leiden und Sterben am Kreuz hat er ein Opfer gebracht, das für die Schuld der ganzen Menschheit ein für allemal gilt. Der Hebräerbrief zeichnet hier das folgende Bild: Jesus vollzieht den himmlischen Priesterdienst im himmlischen Heiligtum. Seine Himmelfahrt wird verglichen mit dem irdischen Gang des Hohepriesters in das Allerheiligste des Tempels. Das Opfer am Kreuz entspricht dem Opfer am großen Versöhnungstag. Das Johannesevangelium berichtet uns in seiner Chronologie, dass Jesus zu der Stunde am Kreuz starb, als im Tempel die Passalammär geschlachtet wurden. Er ist das letztgültige Opfer, und deshalb müssen wir heute keine Opfer mehr bringen.
 

Der neue Bund – Mittler und Verheißung

Jesus hat ein höheres Amt angetreten als der Hohepriester und wird deshalb auch als Mittler eines besseren Bundes bezeichnet. Das griechische Wort mesites, das hier für Mittler steht, hat eine breite Wortbedeutung. Es kann Mittler, auch Schiedsrichter, Friedensstifter, Zeuge, Bürge bedeuten. Als Mittler tritt er zwischen die Parteien, um zu schlichten. Jesus vermittelt zwischen uns und Gott. Er bürgt für seine Verheißungen, er schafft Frieden mit Gott durch die Vergebung unserer Sünden. Er ist der Mittler eines besseren Bundes, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. Ein anderer Bund wurde notwendig, weil der erste nicht ausreichte. Der Bund, den Gott mit dem Volk Israel am Sinai geschlossen hatte.

Mose war der Mittler des Gesetzes, von dem galt: Tue das Gesetz, so wirst du leben. Das war beim alten Bund die Grundaussage, doch er taugte nur dazu aufzuzeigen, dass kein Mensch das Gesetz erfüllen kann. Schon beim Propheten Jeremia wird der neue Bund angekündigt, der in Jesus dann seine Gestalt gewinnt. Wir haben es an dieser Stelle mit dem längsten alttestamentlichen Zitat im Neuen Testament zu tun. Jeremia kündigt diesen

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