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Back to EpisodesIch möchte etwas sehen von der Kraft Gottes!
Description
Die Jünger gehen also los und laden andere ein zu Jesus. Und da passiert was: der Herr wirkt mit ihnen und bekräftigt das Wort durch die mitfolgenden Zeichen. Diese Zeichen werden vorher genannt: Dämonen austreiben, in neuen Sprachen reden, gefährliche Schlangen und tödliches Gift schaden ihnen nicht, Kranke werden gesund … Man konnte damals etwas sehen von der Kraft Gottes!
Das macht mich so sehnsüchtig! Oh, ich möchte auch etwas sehen! Bekümmert schaue ich zurück auf meinen aktiven Dienst – und sehe vor allem „Rückbau“: Das Pfarrhaus leer, Gottesdienste reduziert, Yogakurs im Gemeindehaus… Wo ist da Aufbruch, Begeisterung, neues Leben? Fehlanzeige.
Ja, ich weiß: es ist eine „Saat auf Hoffnung“, das sagt man immer wieder. Ist das nicht leere Tröstung? Oder sind nur meine Augen blind? Zugegeben: Schlangen und Gift sind nicht mein Problem – das war wohl damals nötig, in einer Welt mit solchen Gefahren. Aber dass Kranke gesund werden – das wünsche ich einigen Menschen meiner Umgebung!
Gucke ich vielleicht in die falsche Richtung? Muss ich eher genauer hinsehen?
Meine Bekannte Moni hat in unserem Dorf ein Bistro – und sie hat es auf dem Herzen, Frauenfrühstück zu machen. Sie ist patent und gläubig – auch durch eine Lebensgeschichte „mit Kurven“. 17 Frauen sind wir jedes Mal, mehr nicht – aus Platzgründen, und um noch ein Gespräch zum Thema führen zu können. Jedes Mal ist das Frühstück sofort ausgebucht; wir fragen uns manchmal, ob es den – meist älteren – Frauen nur darum geht, einen Vormittag rumzukriegen – oder um Gott näher zu kommen? Keine Ahnung, aber die Frauen kommen gerne, und es ist eine gute Stimmung. Dabei wird jedes Mal zu Beginn und am Ende gebetet, wir singen ein paar Lieder, kommen ins Gespräch über Lebensthemen – neben einem leckeren Frühstück natürlich!
Letztes Mal sagte eine Frau beim Verabschieden – mit Sehnsucht in der Stimme: „Ich hätte auch gerne so einen Glauben!“ Ist das nich