Episode Details
Back to EpisodesWenn Dank und Lob mein Leben bestimmt
Description
1. Gott danken und loben – morgens und nachts
„Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und Lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen auf dem Psalter mit zehn Saiten, mit Spielen auf der Harfe. Denn du Herr, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken und ich rühme die Taten deiner Hände.“
Der Schreiber des Psalms gebraucht zu Anfang den Begriff „ein köstlich Ding“ als Ausdruck der großen Begeisterung, die ihn ergreift, wenn er dem Herrn dankt und ihn lobt. Wenn ich Gott lobe und danke, dann tue ich etwas, was Gott zusteht und was seiner Größe angemessen ist. Gleichzeitig tut es mir gut und macht mich froh.
Ich danke Gott für die Erfahrungen mit ihm in meinem Leben. Beim Danken erinnere ich mich an das Erlebte. Ich nehme mir Zeit, über Vergangenes nachzudenken. Manchmal weiß ich dann genau, wo Gott mir konkret geholfen hat. Dann ist die Situation so klar, dass ich nur sagen kann: Danke Herr!
Vieles begegnet mir auch nur wie ein flüchtiger Gedanke. Es ist so eine Ahnung, wo Gott überall seine Finger im Spiel hatte. In einem Lied von Manfred Siebald heißt es: „…mit Händen lässt sich manches greifen. Doch manche Wunder streifen mich nur heimlich – dann und wann“.
Wichtig ist es in jedem Fall, diese Gedanken festzuhalten und mit anderen zu teilen. Das Erlebte ist dann klarer in meiner Erinnerung und gleichzeitig macht es anderen Menschen Mut.
Aus dem Danken kommt das Lobsingen. Gott zu Lobsingen bedeutet, ihn durch Musik und Gesang mit freudigen Worten zu ehren und drückt tiefe Bewunderung und Dankbarkeit aus. Ich lasse nach außen, was mich bewegt. Ich habe nicht mich im Blick, sondern das, was Gott tut und wie er ist.
Gottes Gnade am Morgen in den Blick zu nehmen, bevor der Alltag nach mir greift, hilft ungemein. Es gibt mir Schwung, in den Tag zu starten und Dinge anzupacken. Ich überlasse das Feld nicht den Problemen, sondern Gott. Er sagt mir seine Hilfe und Treue fest zu. Ob ich mir gerade viel Zeit nehmen kann oder eher im Laufschritt unterwegs bin – die Verbindung zu ihm ist offen und er hört. Abends lege ich den Tag, so wie er war, zurück in Gottes Hände. Ich danke für das Gute und bitte um Vergebung für das, was nicht gut gelaufen ist. Nachts, wenn ich nicht schlafen kann, hilft es mir, mich an seine Zusagen, das bedeutet, an seine Wahrheit zu erinnern. Wenn dann Probleme oft übergroß werden, gibt er mir das richtige Augenmaß, sie einzuordnen. Ich gebe meine Sorgen bei ihm ab, muss mich nicht länger aufreiben und darf ruhig werden.
Lob und Dank gegenüber Gott kann ich durch Instrumente verstärken. Es ist wichtig zu üben, um gute Klänge hervorzubringen. Genauso lerne ich auch, Gott zu loben. Ich stimme mich innerlich ein, indem ich bewusst zur Ruhe komme und mich nicht ablenken lasse.
So wie es unterschiedliche Instrumente gibt, gibt es auch unterschiedliche Klänge beim Lob Gottes. Wichtig ist, dass der Klang aus meinem Herzen kommt.
2. Staunen und tiefe Gedanken und ein Blick auf Menschen ohne Gott
„Herr, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief. Ein Törichter glaubt das nicht und ein Narr begreift es nicht. Die Gottlosen grünen wie das Gras, und die Übeltäter blühen alle – nur um vertilgt zu werden für immer! Aber du Herr bist der Höchste und bleibest ewiglich.“
In diesem Abschnitt staunt der Schreiber des Psalms über die großen Taten und Werke Gottes. Er findet sie überall, in der Schöpfung, aber auch im konkreten Handeln in seinem Leben.
Beim Staunen über die Tiefe der Gedanken Gottes sehe ich ein Stück seiner unendlichen Weisheit, Dinge in der Schöpfung, die bis ins Kleinste durchdacht sind. Gott überblickt Zusammenhänge und Zeiträume. Manchmal bekomme ich davon etwas mit, wenn sich Dinge zusammenfüg