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Published 2 months, 3 weeks ago
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Der Bibeltext Hebräer 3,7-19 – ausgelegt von Rainer Kroninger.

Zwischen Lob und Abwehr – der innere Kampf mit Veränderung

Mich lässt jedes noch so kleine Lob aufhorchen. Doch kritische Töne oder gar Vorwürfe bringen mich in Anspannung. Da gehe ich erst mal auf Abwehr. Das kennen Sie sicher auch. Manche Ermahnungen von Eltern oder Lehrern habe ich erst viele Jahre später begriffen. Sie erst dann beherzigen können. – Paulus weiß um diese inneren Sperren. Deshalb redet er damals die Judenchristen am Beginn dieses 3. Kapitels mit einem eindringlichen „meine lieben Brüder" an.

Ja, eindringlich sind seine Worte. Es ging für die Christen damals um entscheidende Veränderungen. Um eine eindeutige, klare Lebensausrichtung auf Jesus Christus. Sie waren mit den Vorstellungen des Alten Testaments aufgewachsen. Doch jetzt, mit Jesus Christus, hatte Gott ihnen dieses neue Geschenk seiner Liebe vor Augen gestellt: In Jesus, dem lebendigen Wort, bietet Gott allen Menschen Versöhnung und Leben an. Er ist das Licht, das uns nun klar und hell die Vaterliebe Gottes und unsere Liebe zu den Mitmenschen aufscheinen lässt. – Auch ein heutiger Christ muss alte Denkmuster verlassen!

Neues dürfen wir in der Nachfolge Jesu wagen. Nicht auf innere Abwehr soll ich gehen. Nicht doch die alten Gewohnheiten weiterführen. Hören, sich öffnen für feste Nachfolgeschritte, im Vertrauen auf Christus! Darum geht es!
 

Der Ruf des Heiligen Geistes – damals wie heute

GottesGeist selbst ruft uns dazu auf – damals wie heute. In die tägliche Entscheidung ruft uns der Heilige Geist. Fragt nach der Bereitschaft unserer Herzen. So wie einst Jesus selbst es tat: Wenn er zu den unterschiedlichsten Menschen sagte: „Folge mir nach!"

Sie und mich erreichen heutzutage jede Menge fremde Stimmen. Solche auch, die Unzufriedenheiten verstärken; und uns angeblich einfache Lösungen anbieten. Dass es schwierige Zeiten und auch empfindliche Einschränkungen geben kann, wird verschwiegen. Das scheint viele in Verwirrung zu bringen. So wird in uns der Zweifel oder die Unzufriedenheit verstärkt.

Die feste Zuversicht und den richtigen Halt behalten wir, wo wir dem Ruf Jesu vertrauen: Er allein soll unser Leben leiten. Er ist wichtiger als alle selbsternannten Herren. Ihm zu folgen, gibt uns die Sicherheit, nicht im Meinungsbrei unserer Zeit zu versanden.
 

Wenn Gott den Rücken gekehrt wird – ein Blick in den Spiegel der Zeit

Ich habe das 7. Lebensjahrzehnt überschritten. Und eine Menge Zeit- und Modetrends kommen und gehen sehen. Leider auch mit ansehen müssen, dass wichtige Lebenswerte wie Treue und Wahrhaftigkeit eingeebnet werden. Menschen aus meinem Umfeld haben sich vom Vertrauen auf Christus herausgewunden. Sich bequemere Lebenswerte zurechtgelegt.

Ja, ich kann den Schmerz gut verstehen, wenn der Heilige Geist hier die Enttäuschung Gottes beklagt: „Vierzig Jahre haben sie jeden Tag erlebt, dass ich sie durch die Wüste führte." Mit dem bitteren Ergebnis: „Ihr ganzes Wünschen und Wollen ist falsch und führt sie in die Irre."

Ich wäre so froh, wenn dies nur die Beschreibung des damaligen Verhaltens wäre. Doch wie sehr hat unsere Zeit längst Gott den Rücken gekehrt. Im Spiegel dieser Bibelverse sehe ich auch die Unbelehrbarkeit und Undankbar

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