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Back to EpisodesDas Börsenmagazin vom 8.Mai 2026
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Die Märkte standen diese Woche vor allem im Zeichen der Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Nachdem die Waffenruhe zu Wochenbeginn zeitweise wieder unsicher erschien, blieb der Ölpreis zunächst auf hohem Niveau. Im weiteren Verlauf kehrte jedoch Optimismus an die Börsen zurück. Die Aktienmärkte in Europa und den USA legten insgesamt um rund 1–2% zu, während der japanische Nikkei sogar über 5% gewann. Gleichzeitig entspannte sich die Lage am Ölmarkt etwas und der Ölpreis fiel wieder unter 100 US-Dollar pro Fass. Auch Bitcoin konnte sich weiter erholen und notierte erstmals seit drei Monaten zeitweise wieder über 80’000 US-Dollar.
Im Unternehmensbereich sorgten insbesondere die Zahlen des US-Chipherstellers AMD für Aufmerksamkeit. Dank des anhaltenden KI-Booms steigerte das Unternehmen den Umsatz um rund 50% und gab damit dem gesamten Technologiesektor Auftrieb. Schlagzeilen machte zudem GameStop mit den Übernahmeplänen für den deutlich grösseren Online-Marktplatz eBay, wobei der Markt darauf skeptisch reagierte.
In der Schweiz standen unter anderem Swiss Re, Algon und Logitech im Fokus. Swiss Re konnte den Gewinn deutlich steigern, dennoch geriet die Aktie unter Druck. Besonders negativ reagierte der Markt auf die Zahlen von Algon: Trotz höherem Umsatz und angehobener Jahresprognose verlor die Aktie mehr als 10%. Positiver verlief die Woche für Logitech, das stärker als erwartet gewachsen ist – die Aktie legte rund 6% zu.
Auch die Schweizer Wirtschaft zeigte zuletzt einige positive Signale. Die Stimmung in der Industrie verbesserte sich leicht und auch am Arbeitsmarkt entspannte sich die Lage etwas. Gleichzeitig stieg die Inflation aufgrund höherer Energiepreise von 0,3% auf 0,6%, während die Kerninflation leicht zurückging. Insgesamt ergibt sich damit ein etwas freundlicheres Bild für die Schweizer Wirtschaft, auch wenn das Umfeld weiterhin anspruchsvoll bleibt.
In der kommenden Woche steht wegen der Auffahrt eine verkürzte Handelswoche an. Im Fokus werden insbesondere die US-Inflationszahlen sowie die Quartalszahlen des Chipkonzerns Nvidia stehen. Die amerikanische Inflation war bereits im März deutlich angestiegen und zeigte erste Auswirkungen der höheren Energiepreise. Von Unternehmensseite dürfte es insgesamt jedoch ruhiger werden, da die meisten Schweizer KMU ihre Quartalsergebnisse bereits veröffentlicht haben.