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Back to EpisodesIn der Stille angekommen
Description
Ich bin mit vielen Familien auf einer Freizeit am Bodensee unterwegs. Zeit zum Runterkommen, Entspannen und Auftanken, noch dazu in einer traumhaften Gegend. Doch nicht für alle. Einer der Teilnehmer ist ständig mit seiner Firma in Kontakt. Die Arbeit lässt ihn auch im Urlaub nicht zur Ruhe kommen. Völlig gestresst tut er mir richtig leid.
Geht es mir an manchen Tagen nicht ähnlich wie diesem gestressten Manager? Ich komme mir wie in einem Hamsterrad vor, das sich schneller und schneller dreht. Ich habe keine Zeit mehr, in Ruhe über mein Leben nachzudenken. Ich fühle mich leer und ausgebrannt. Neulich sagt mir jemand: ich lebe nicht mehr selbst, sondern werde gelebt. Gibt es einen Ausweg? Jesus ist als Sohn Gottes noch ganz anders gefordert. Die Menschen spüren: da hat einer was zu sagen. Seine Worte öffnen uns den Horizont. Er schenkt uns Glauben, Liebe und Hoffnung. Wenn er spricht, dann geschieht etwas. Kranke werden gesund und dunkle Mächte und Geister müssen weichen. Aus dieser Kraft kann Jesus nur wirken, wenn er sie in der Einsamkeit und Stille bei seinem Vater holt.
Deshalb heißt es im Markusevangelium: „Am Morgen noch vor Tage, stand Jesus auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort“ (Markus 1,35).
Trotz eines arbeitsreichen Abends steht Jesus früh auf und geht an eine einsame Stätte, um zu beten. Das tut Jesus im Laufe seiner öffentlichen Wirksamkeit immer wieder. Ich treffe ihn auf dem Berg der Verklärung oder im Garten Gethsemane. Bevor die Herausforderungen und der Alltag über ihn hereinbrechen, sucht er die Stille und das Gespräch mit seinem himmlischen Vater. Im Gebet werden die Weichen gestellt, kann die
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