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Back to EpisodesTop-Ökonom Kolev: „Die CDU hat verlernt, den Menschen etwas zuzumuten“
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Vor einem Jahr hat die Regierung Merz die Arbeit aufgenommen – und ist noch kaum ein Schritt weiter. Dabei liegen die Vorschläge auf dem Tisch.
Im F.A.Z. Podcast für Deutschland spricht Ökonom Stefan Kolev über seine „Agenda der Resilienz“, die er gemeinsam mit dem Princton-Professor Markus Brunnermeier entwickelt hat: Rente, Arbeitsmarkt, Steuern und nicht zuletzt die Industrie selbst müssen umgestaltet werden. Eine Aufgabe, die nicht nur ein Konjunkturthema ist, sondern ein Gesellschaftstest. Resilienz heißt nicht „stehen wie eine Eiche“, sagt Kolev, sondern hinfallen, wieder aufstehen – und beim Aufstehen anders werden. Seine konkrete Beobachtung: Die Stadt Zwickau mit ihrem kriselnden VW-Werk ist ein als Beispiel einer riskanten „Monokultur“, die schmerzhaft zeigt, wie schnell eine Erfolgsgeschichte kippen kann. Kolev diagnostiziert bei der CDU und Kanzler Friedrich Merz eine verlorene wirtschaftspolitische DNA – und widerspricht zugleich dem Berliner Fatalismus, dass Union und SPD „niemals zusammenkommen“: Es könne funktionieren, wenn Dynamik (Reform) und Stabilität (Absicherung) wieder als arbeitsteiliges Duo verstanden werden. Sein Gegenmittel gegen die Dauerkrise im Kopf: weniger Status-quo-Klammergriff, mehr Mobilität, mehr Anreize – und ein Sozialstaat, der nicht verspricht, alles zu polstern, sondern finanziell so stabil ist, dass er tragfähig bleibt.
Host: Corinna Budras
Mitarbeit: David Brucklacher, Johanna Westermann
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