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US-Truppenabzug: Was Deutschland jetzt tun muss
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Ende April sprach Friedrich Merz in einer Schule im Sauerland über Donald Trump und den Iran-Krieg: Die Amerikaner, so März, hätten “offensichtlich keine Strategie”. Die Iraner hingegen würden geschickt agieren, indem sie zu Gesprächen nach Islamabad einlüden und die US-Delegation dann ohne Ergebnis wieder nach Hause schickten: “Da wird eine ganze Nation gedemütigt, durch die iranische Staatsführung, vor allem durch die sogenannten Revolutionsgarden.” Trump hat daraufhin gegen Merz ausgeteilt und ihm unter anderem vorgeworfen, er fände es in Ordnung, wenn Iran eine Atomwaffe hätte. Zudem sei Deutschland “ein kaputtes Land”.
Aber beim Poltern ist es nicht geblieben. Am Freitagabend US-Zeit hat Trumps Verteidigungsminister Pete Hegseth angekündigt, dass in den nächsten sechs bis zwölf Monaten etwa 5000 US-Soldaten aus Deutschland abgezogen werden sollen. Die offizielle Begründung lautet, dass die USA die Präsenz ihrer Truppen in Europa überprüfen wollen – aktuell sind in Europa rund 86.000 US-Soldaten und-Soldatinnen stationiert, davon rund 39.000 in Deutschland. Aber eigentlich ist klar: Mit dem Abzug will Trump sich an Merz rächen.
Welche Konsequenzen ein Truppenabzug für die Sicherheit in Deutschland und Europa, aber auch für die USA selbst hätte, erklärt in dieser Folge von “Auf den Punkt” Georg Ismar aus der SZ-Parlamentsredaktion in Berlin. Kathrin Wiesel-Lancé, SZ-Korrespondentin in Rheinland-Pfalz, berichtet von den Reaktionen in Ramstein.
Weitere Nachrichten: neue US-Zölle auf Autos und LKW aus der EU; Iran legt neuen Friedensplan vor.
Zum Weiterlesen und -hören:
Hier finden Sie den Text über Rammstein-Miesenbach, den Standort der US-Air-Base in Rheinland-Pfalz.
Einen Text über den Buckelwal in der Ostsee und die Rettungsaktion gibt es hier zu lesen.
Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter
Redaktion: Pauline Claßen
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Deutsche Welle (Youtube).
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