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Back to EpisodesWarum Froyda.de mit Google Ads Umsatz liegen lässt (vollständige Kontoanalyse)
Episode 421
Published 1 week ago
Description
Froyda.de verkauft ein starkes Produkt in einer klaren Nische. Trotzdem bleibt in Google Ads spürbar Umsatz liegen. In dieser Folge zeige ich dir, welche Fehler im Konto Budget fressen, warum Google auf die falschen Signale optimiert und wie aus denselben Werbekosten deutlich mehr Umsatz werden kann.
Viele Unternehmen denken bei Google Ads sofort an mehr Budget, neue Kampagnen oder größere Zielgruppen.
Der eigentliche Hebel liegt oft woanders:
Das vorhandene Budget wird nicht sauber genug gesteuert.
Genau das sieht man in dieser Analyse von Froyda.de.
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Froyda.de verkauft gesunde Fertiggerichte für Menschen mit Reizdarm, Unverträglichkeiten und dem Wunsch nach verträglicher Ernährung.
Das Angebot ist spitz.
Das Problem ist nicht das Produkt.
Das Problem liegt in der Steuerung des Google-Ads-Kontos.
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Der erste große Fehler:
Google optimiert nicht sauber auf das, was wirklich zählt.
- Die Kampagne berücksichtigt vor allem "Begin Checkout"
- Käufe sind nicht sauber als Hauptsignal eingebunden
- Dadurch läuft die Optimierung am eigentlichen Ziel vorbei
- Der ROAS wirkt unklar, obwohl Umsatzdaten vorhanden sind
Wenn Google auf das falsche Signal trainiert wird, kommt zwar Bewegung ins Konto.
Aber nicht zwingend mehr Umsatz.
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Der zweite große Hebel liegt in den Keywords und Suchbegriffen.
- Breite Begriffe wie "FODMAP" ziehen viel Budget
- Kaufnahe Begriffe performen deutlich besser
- Begriffe rund um "Diät" oder "Rezepte" ziehen eher Infosucher an
- Suchanfragen wie "FODMAP Produkte kaufen" oder "low FODMAP Fertiggerichte" sind deutlich näher an einer Bestellung
Das ist der Unterschied zwischen Klicks und Käufen.
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Auch die Kampagneneinstellungen kosten Potenzial.
- Spracheinstellungen sind zu breit
- Standortoptionen lassen Streuverluste zu
- Bei begrenztem Budget zählt jeder unnötige Klick doppelt
- Eine saubere Fokussierung schlägt breite Ausspielung
Gerade bei kleineren Budgets muss Google enger geführt werden.
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Auch in den Anzeigen selbst steckt noch Luft nach oben.
- Vorteile sind da, aber noch nicht scharf genug formuliert
- Der emotionale Schmerz der Zielgruppe wird zu wenig genutzt
- Austauschbare Aussagen wie "sicher bezahlen" helfen kaum
- Stärker wären Botschaften wie: verträglich essen, besser fühlen, kein schlechtes Bauchgefühl mehr
Menschen kaufen hier nicht einfach nur Essen.
Sie kaufen Erleichterung im Alltag.
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Die wichtigste Erkenntnis aus der Folge:
Froyda.de muss nicht zuerst größer werden.
Froyda.de muss zuerst präziser werden.
- Saubere Conversion-Ziele
- Richtige Gebotsstrategie
- Schärfere Suchbegriffe
- Klarere Anzeigen
- Erst danach Skalierung
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Entscheidungsrahmen für dein eigenes Konto:
Wenn du mit Google Ads unzufrieden bist, frage nicht zuerst:
Wie bekomme ich mehr Reichweite?
Frage zuerst:
- Worauf optimiert Google gerade wirklich?
- Welche Keywords bringen Käufer statt nur Besucher?
- Welche Einstellungen verschwenden Budget?
- Welche Suchanfragen passen nicht zur Kaufabsicht?
Denn oft fehlt nicht Reichweite.
Oft fehlt einfach nur die saubere Richtung.