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Iran: Straße von Hormus geöffnet / Kerosin-Knappheit stresst Lieferketten / EZB: Vorerst keine Zinserhöhung

Episode 1569 Published 4 days, 10 hours ago
Description

Nach Wochen der Blockade hat der Iran angekündigt, die Straße von Hormus wieder für Handelsschiffe zu öffnen – zumindest vorübergehend im Rahmen einer Waffenruhe. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Routen für den globalen Öl- und Energiemarkt.

Doch die Entwarnung kommt spät – und die Lage bleibt weiterhin fragil. Die Folgen der Krise sind bereits spürbar: Flugbenzin wird knapp, die Preise für Kerosin sind stark gestiegen und erste Airlines streichen sogar Flüge.

Im Podcast erklärt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank, welche wirtschaftlichen Folgen eine anhaltende Kerosinknappheit hätte – von steigenden Verbraucherpreisen bis hin zu gestörten globalen Lieferketten. Besonders betroffen sind zeitkritische Branchen wie Pharma oder Technologie. Trotz wachsender Risiken blieben viele Aktienindizes bislang allerdings stabil. Heute reagierten die Märkte dann angesichts der Nachricht der Öffnung der Straße von Hormus sofort: Die Kurse explodierten, der Ölpreis fiel deutlich.

Im zweiten Teil der Folge geht es um die europäische Geldpolitik, zwei Wochen vor dem nächsten Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Chefökonom der EZB, Philipp Lane, kündigte gestern an, dass es noch zu früh sei, eine Entscheidung zu treffen. Handelsblatt-Notenbankexperte Stefan Reccius erklärt, warum die EZB vorerst zögert – und weshalb sie sich in einem klassischen Dilemma befindet.


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