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„Im Danken kommt Neues ins Leben hinein …“

Published 2 months ago
Description
Der Bibeltext Epheser 1,11-14 – ausgelegt von Wolfgang Ströhle.

Die Überraschung hinter dem Dank

„Ach, ja, jetzt kommt der Aufruf zu mehr Dankbarkeit!"
„Ach, ja, er hat ja so recht!"
„Ach, ja! Auf eine Moralpredigt kann ich gut verzichten."

Diese „Ach ja!"-Reaktion kann ich gut verstehen, wenn diese Liedzeile nicht weiterginge: „Im Danken kommt Neues ins Leben hinein, ein Wünschen, das nie du gekannt!" Was ist das für ein Wünschen? Welche Sehnsucht steht hinter den Wünschen? Jetzt werde ich hellhörig!

  • Auf wen oder was bezieht sich das Danken?
  • An wen richtet sich der Dank?
  • Und warum löst dieser Dank eine Sehnsucht aus?

Der Refrain dieses Liedes gibt die Antwort:
„Barmherzig, geduldig und gnädig ist er [= der lebendige Gott]
viel mehr als ein Vater es kann.
Er warf unsere Sünden ins äußerste Meer.
Kommt, betet den Ewigen an!"

Wenige Worte bringen das Evangelium, die frohmachende Botschaft, auf den Punkt: Gott liebt seine Welt so sehr, dass er mit seinem Sohn Jesus Christus eine großartige Geschichte ins Leben rief: Wer Jesus vertraut, der bekommt ewiges Leben. Denn für unsere durchgängige Gottlosigkeit starb Jesus am Kreuz, damit uns vergeben wird. Und weil Gott seinen Sohn nicht im Tode ließ, steht fortan der Auferstandene uns allen gegenüber. Jede und jeder kann Jesus Christus sein Leben anvertrauen.


Ein neuer Blick auf die Welt

Was aber hat das mit einer aufkeimenden Sehnsucht zu tun? Nun, das Leben mit dem Auferstandenen heißt,  ich bekomme einen Blick dafür, welchen Segen der Vater im Himmel in mein Leben legt: Vor allem sind es Menschen, die mir mit Liebe und Wahrheit begegnen, die mir freundlich gesonnen sind.

Ich bekomme sogar einen Blick für die Menschen in Politik und Gesellschaft, die sich offensichtlich für das Wohlergehen unseres Landes einsetzen; – auch für sie kann ich Gott danken; ebenso für die Menschen, die durch gute Rechtsprechung die Rechtsstaatlichkeit sichern. Das Leben mit dem Auferstandenen heißt auch: Ich bekomme einen Blick für die Schöpfung: Schöne Blumen, bestellte Felder, deren Ertrag ich genießen kann. Danke, Vater im Himmel, für das tägliche Brot.

Das Leben mit dem Auferstandenen heißt für mich auch: Ich kann mit allem, was mir begegnet, zu ihm kommen. Auch mit den hässlichen Dingen:

  • Ob es ein zerrissener Müllsack in einer Autobahnausfahrt ist, der an den Randstreifen geschleudert wurde.
  • Ob mir in der Seelsorge hässliche Machtmissbräuche geschildert werden und ich Trost brauche, damit ich Betroffene trösten kann.

Ja, ich danke auch dann dem Herrn Jesus. Denn mir ist Vertrauen geschenkt worden. Gleichzeitig bitte ich ihn um Hilfe, dass niemand ungetröstet von mir weggehen muss. Jesus hilft; bisher hat er mich nicht enttäuscht: Stets zeigte Jesus den Betroffenen einen Ausweg; er ermutigte sie, seine Hand zu ergreifen.

Und wie gestaltet sich mein persönliches Leben mit dem Auferstandenen? Ich habe viel mit ihm zu besprechen – ich danke ihm, dass er stets ein offenes Ohr für mich hat. Ich danke ihm, dass er mir durch mein beständiges Bibellesen klare Hinweise zur Lösung meiner Probleme gibt. Das fasziniert mich immer wieder.


Gemeinde als lebendiges Zeugnis der Hoffnung

Also:
 „Im Danken kommt Neues ins Leben hinein,
ein Wünschen, das nie du gekannt,
dass jeder – wie du – Gottes Kind möchte sein."

Nun gut – ich weiß nicht, ob und welche Ausstrahlung ich habe. Aber ich erinnere mich an einen Gebetskreis im Durchschnittsalter von 70–75 Jahren. Die jüngste war 48 Jahre alt. Die Leute beteten um eine Erweckung; sie beteten, dass Menschen in ihrer Gemeinde zum Glauben an Jesus finden. Mit regelmäßiger Erfolgslosigkeit gingen sie mit einem Tapeziertisch als Schriftenablage ins Einkaufszentrum. Dort versuchten sie, die gute Nachricht von

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