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Back to EpisodesFriede mit euch
Description
Die verschlossenen Türen – Angst und Hoffnungslosigkeit der Jünger
Die Jünger Jesu haben sich am Abend des ersten Ostertages eingeschlossen. Sie schlottern vor Angst. Zu vieles war passiert in den vergangenen Tagen. Ihr Herr und Meister Jesus war verhaftet, abgeurteilt, gekreuzigt und begraben worden. Alle Hoffnungen, dass er sie in eine strahlende Zukunft führt, sind dahin. Zudem hatte eine Nachricht sie vollends verwirrt: Jesus sei auferstanden, nicht mehr im Grab, er lebe. Doch diese Nachricht lässt sie merkwürdig kalt. Eine Frau, Maria von Magdala, hat sie ihnen gebracht – doch eine Frau gilt zu ihrer Zeit als Zeugin nicht viel. Überzeugen kann sie die Aussage der Maria daher schon gar nicht. Zudem müssen sie befürchten, dass es ihnen als Jesusleuten nun auch an den Kragen geht. So sitzen sie hinter verrammelten Türen und wissen nicht weiter.
Friede sei mit euch – Vergebung statt Vorwurf
In dieser aussichtslosen und hoffnungslosen Lage ereignet sich das Unglaubliche: Jesus selbst erscheint in ihrer Mitte. Was wird er ihnen zu sagen haben? Müssten sie jetzt nicht eine geharnischte Gardinenpredigt von ihm zu hören bekommen? Etwa in der Tonart: Ihr seid mir ja schöne Freunde. Drei Jahre waren wir miteinander unterwegs und als es brenzlig wurde, habt ihr mich alle im Stich gelassen. Kein Wort davon. Kein Vorwurf ist zu hören. Stattdessen: Friede sei mit euch. Das heißt: Es ist gut zwischen uns. Ich halte euch nicht vor, dass ihr Angst hattet und euch aus dem Staub gemacht habt. All das steht nicht zwischen uns – es ist vergeben – ich bin bei euch. Jesus zeigt ihnen seine Wundmale. Er hat sie sich ja gerade zufügen lassen, damit Frieden wird zwischen Gott und Menschen. Eben der Frieden, von dem er seinen Jüngern gesagt hat, dass sie diesen Frieden nirgends sonst in dieser Welt finden können. Der Frieden, der dort entsteht, wo ein Mensch gesagt bekommt: Dir ist vergeben – es ist ausgelöscht, was du an Schuld, Versagen und Selbstvorwürfen mit dir herumgeschleppt hast. In diesem Moment schlägt die Stimmung um; befreit von Selbstvorwürfen und Angst werden die Jünger erfüllt von etwas, mit dem sie in ihrer Lage sicherlich am wenigsten gerechnet hätten: Freude! Freude über Jesus, darüber, dass er lebt, zu ihnen kommt und sie losspricht von ihrem Versagen.
Der Auftrag – Gesandt wie Jesus gesandt wurde
Doch damit nicht genug. Jesus löst sie mit seinem Friedensgruß nicht nur von ihrer Vergangenheit. Mit seinen nächsten Worten öffnet er den Jüngern den Blick für die Zukunft: Friede sei mit euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Davon hat er mehrfach zu seinen Jüngern gesprochen: Dass sie teilhaben sollen an seiner Sendung in die Welt. Dass sie – wie er – unte