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Ach Igor!
Description
Mir konnte eigentlich nix passieren, denn ich war mit guten Freunden und meiner Tochter verabredet, diesen Spieltag am Millerntor gemeinsam zu erleben.
Der St. Pauli Podcast, die Themen:
* 0:37 Willkommen beim St. Pauli Pop Podcast
* 14:24 Halbzeit und taktische Fragen
* 17:52 Verletzungen und Genesungswünsche
* 39:08 Coming-out im Fußball
* 40:24 Abschied in die Länderspielpause
Und dann wollte ich mal den Tim spielen und hab Mistral.ai gefragt, ob es auch taktische Analyse kann; ( tl;dr: lest lieber den Millernton ;) - 1 Gedanke dazu: die Spielberichte der KI sind nicht schlecht. Eine Qualität, die für den billigen Clickbaiter mit 24 im Titel und den Boulevard sogar ausreichen würde, imho.
Lest und sendet gerne Feedback - hier bleibts persönlich und ansonsten KI-frei
Der Abend, an dem das Millerntor den Atem anhielt
Hamburg-Altona, 22. März 2026 – 17:30 Uhr
Es gibt Abende am Millerntor, die fühlen sich an wie ein Lied von Tom Waits: voller Hoffnung, voller Schmerz, und am Ende bleibt die Frage, warum man überhaupt noch hofft. So ein Abend war das hier. Der FC St. Pauli empfing den SC Freiburg, und es sollte ein Spiel werden, das alles hatte: einen ehemaligen Kiezkicker, der gegen seinen Jugendklub traf, eine Mannschaft, die sich selbst verlor, und eine zweite Halbzeit, die wie ein schlechter Traum endete.
**Vorspiel: Zwei Teams, zwei Welten**
St. Pauli kam mit einer Serie von sechs ungeschlagenen Heimspielen ins Millerntor. Sechs Spiele, in denen die Fans wieder zu glauben begannen, dass der Klassenerhalt vielleicht doch noch möglich sei. Doch die Tabelle lügt nicht: 24 Punkte nach 26 Spielen, Platz 16. Die Luft wurde dünner. Trainer Alexander Blessin musste auf wichtige Defensivkräfte verzichten – Karol Mets, Manolis Saliakas, James Sands. Die Abwehr war löchrig wie ein alter Pullover, und Freiburg wusste das.
Die Breisgauer kamen mit einem 5:1-Sieg gegen Genk in der Europa League im Gepäck, aber auch mit einer Auswärtsbilanz, die schrecklicher nicht hätte sein können: nur 9 von 34 möglichen Punkten in der Fremde, vier Auswärtsspiele in Folge ohne Tor. Julian Schuster, der Freiburg-Trainer, setzte auf Kontinuität – dieselbe Startelf wie gegen Genk. Ein Risiko, aber auch ein Statement: Wir spielen unser Spiel, egal wo.
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**1. Halbzeit: St. Pauli träumt, Freiburg schläft**
Die ersten Minuten gehörten Freiburg. Jan-Niklas Beste feuerte in der dritten Minute eine Warnung ab, doch dann übernahm St. Pauli das Kommando. Mathias Rasmussen und Joel Chima Fujita testeten Noah Atubolu, der Freiburger Torhüter, musste sich warm anziehen. Und dann, in der 24. Minute, der Moment, der das Millerntor zum Beben brachte: Eine Ecke von links, Tomoya Andō köpft den Ball auf Danel Sinani, der im zweiten Versuch über die Linie drückt. 1:0. Jubel. Erlösung. Die Fans sangen, als gäbe es kein Morgen.
Freiburg wirkte einfallslos, fand kaum Wege durch das Zentrum. Die beste Chance vor der Pause hatte Yuito Suzuki, doch Nikola Vasilj hielt stark. St. Pauli ging mit einer verdienten Führung in die Kabine. Die Fans träumten von drei Punkten, die den Klassenerhalt ein Stück näher rücken würden.
**2. Halbzeit: Der Ex-Kiezkicker kehrt zurück – und das Millerntor erstarrt**
Julian Schuster reagierte. Zur Pause brachte er Philipp Lienhart und Cyriaque Irié – und plötzlich war Freiburg ein anderes Team. Die Gäste übernahmen die Kontrolle, drängten St. Pauli zurück, erhöhten die Schlagzahl. Igor Matanović, der ehemalige St.-Pauli-Stürmer, wurde zum Albtraum seines Jugendklubs.
In der 65. Minute lenkte er einen Schuss von Vincenzo Grifo ab, Vasilj konnte nicht mehr eingreifen: 1:1. Der Ausgleich. Die Stimmung kippte. Die Fans im Millerntor wurden stiller, als hätten sie plötzlich begriffen, was hier passierte.
Doch es kam noch schlimmer. Nur 13 Minu