Episode Details
Back to EpisodesRauch über Hormus
Description
[Intro ]
Noch ein Tag… noch eine Schlagzeile, die langsam verglüht…
neunzehnter März… Rauch über Hormus…
[Strophe 1 ]
Merz spricht hart in Berlin, EU-Gipfel flackert schwach,
Orbán blockt den Geldzug, Ukraine friert im Schnee der Nacht.
Streiks auf den Schienen wieder, Werdi ruft zum Tanz,
Busse stehn leer im Regen, Menschen warten in Deutschland kein Glanz.
Öl springt hoch wie ein scheues Tier, Gaspreise küssen den Himmel weit,
Trump twittert Feuer auf South Pars, „Überschreiett die Linie – und ihr seid tot“.
Zwei Raffinerien lodern in Kuwait, schwarzer Rauch malt den Morgen grau,
während Chamenei Rache schwört für Laridsch-ani, der verbrannt zu Asche.
Und die deutschen stehen da mit leerer Tasche.
[Refrain]
Rauch über Hormus, zieht langsam und breit,
die Welt hält den Atem an, auf Messers Schneide heut Nacht.
Correctiv im Gerichtssaal, im grellen Schein gefangen,
Masterplan-Worte verwehn in der Luft, wie nichts mehr zu sagen.
Wir nippen am Kaffee, sehn die Zahlen steigen hoch,
Jazz im Schatten, warten auf das Ende der Zeit…
Rauch über Hormus… ja… Rauch über Hormus…
[Strophe 2 ]
Tel Aviv duckt sich vor Raketen, Teheran zählt die Verluste still,
Israel jagt die Generäle, kein Hoher fühlt sich mehr sicher,
die Drohnen kreisen, warten auf den nächsten kill.
Uran tief in Tunneln verborgen, nur noch Wochen bis zur Bombe, sagen sie,
Spezialkräfte flüstern: rein oder einfach alles wegblasen, wie?
EU-Chefs drehen Kreise, Energie-Lichter werden fahl,
Berlin träumt von Nachkriegs-Hilfe, doch der Golf bleibt brutal.
Potsdam-Urteil hallt laut nach, „falsche Behauptung“ rufen sie,
Correctiv wehrt sich, Wahrheit biegt sich – wer lügt heut Nacht eigentlich?
[Bridge]
Wir tanzen auf der Bruchlinie, Saxophon weint tief und rau,
Schlagzeilen wie alte Standards, die keiner wirklich kennt genau.
Noch ein Refrain, bevor der Blackout kommt,
noch eine Note, bevor die Trommeln verstummen…
(Ad-lib: „Ja… spiel weiter… hör nicht auf jetzt…“)
[Refrain]
Rauch über Hormus, kräuselt sich durch die Nacht,
Sirenen und Celli im fahlen Mondenlicht sacht.
Streiks und Gipfel, Drohungen, zerbrochne Pläne schwer,
wir schaukeln weiter mit zitternden Händen hin und her.
Rauch über Hormus… zieht weit und breit,
Jazz für die Endzeit… auf der andern Seit…
[Outro]
neunzehnter März… eine Seite dreht sich langsam um…
Rauch über Hormus… wohin weht der Wind?