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Wenn es langsam heller wird

Published 2 months, 3 weeks ago
Description

Es gibt diese besondere Zeit am Morgen, wenn es noch nicht richtig hell ist und auch nicht mehr richtig dunkel. Die Nacht ist noch da – aber sie hat ihre Macht verloren. Ich sehe noch keine Farben, aber ich ahne sie. Ich sehe noch keinen Weg, aber ich spüre: Es wird heller.

Genau dieses Bild benutzt die Bibel, wenn sie sagt: „Der Pfad der Gerechten glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.“ Nicht: plötzlich hell.
Nicht: schlagartig anders. Sondern: immer heller.

Der Weg – nicht der perfekte Zustand

Dieser Vers spricht nicht vom Ziel, sondern vom Pfad. Vom Weg. Vom Unterwegssein. Das ist tröstlich. Denn viele Menschen denken: Wenn ich richtig glaube, dann müsste alles klar sein.
Dann dürfte es keine Zweifel geben. Keine Umwege. Keine Müdigkeit. Aber im Buch der Sprüche heißt es: Der Weg der Gerechten ist wie der Morgen. Nicht wie der Mittag. Nicht wie der Sommer. Nicht wie das helle Licht auf einmal. Sondern: wie der erste Schimmer nach der Nacht. Vielleicht ist Ihr Leben gerade genau so: kein Sonnenaufgang in voller Pracht, sondern ein leiser Anfang.
Ein kleines Mehr an Licht. Ein vorsichtiger Schritt. Ein neuer Gedanke. Eine neue Hoffnung.

Dann sind Sie näher an diesem Bibelwort, als Sie denken.

Das Licht wächst – auch wenn ich es kaum merke.

Am Morgen sehe ich nicht, wie das Licht wächst. Ich merke es erst im Rückblick: Vorhin war es noch dunkel. Jetzt sehe ich weiter. So ist es oft auch im Leben: Ich sehe nicht, wie Gott etwas verändert. Ich merke nicht, wie ich innerlich wachse. Ich spüre nicht, wie mein Vertrauen größer wird. Aber irgendwann schaue ich zurück und sage: „Damals hätte ich das nicht ausgehalten.“ „Damals hätte ich das nicht verstanden.“ „Damals wäre ich daran zerbrochen.“ Und plötzlich merke ich: Es ist heller geworden. Nicht, weil alles leicht war.
Sondern weil Gott mitgegangen ist.

Das Morgenlicht mitten im Schatten

Der Morgen kommt nicht, weil die Nacht freundlich ist. Sondern weil das Licht stärker ist. So ist es auch mit der Gerechtigkeit: Sie wächst nicht, we

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