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Back to EpisodesSühnung eines Mordes von unbekannter Hand
Description
Mose spricht. Er gibt dem Volk Israel das weiter, was er in den letzten Jahren von Gott gehört und gelernt hat. Eine höchst spannende Lage in der Geschichte Israels. Wir schreiben etwa das Jahr 1450 vor Christus.
1. Die Zukunft
Nach 40 Jahren Leiterschaft gibt Mose seine Verantwortung ab. 40 Jahre Training in der Wüste. 40 Jahre lernen und erfahren, wie hilfreich und sinnvoll Gottes Worte sind; wie Gott ermutigt, führt, stärkt und korrigiert. Das Training war hart. Gottes Gebote sind in Fleisch und Blut übergegangen. Denn Israel soll in Zukunft dieses Vertrauensverhältnis zu Gott allen anderen Völkern der Welt aufzeigen.
In den letzten Wochen und Monaten seines Dienstes hält Mose Rückblick und gibt einen Ausblick. Die Israeliten richten ihre Blicke auf Mose. Allesamt Menschen, die an einem der entscheidendsten Wendepunkte ihres Lebens stehen. Wie soll es weitergehen?
Mose kündigt einen Leiterwechsel an. Und nach der Stabübergabe wird Gott durch den Neuen das Volk Israel weiterführen. Schritt für Schritt, Tag für Tag, Monat für Monat. Über mehrere Jahre wird Gott dem Volk das Land übergeben, das er für sie bereithält.
2. Das neue Land
Und in diesem neuen Land sollen sie den Glauben so umsetzen, wie sie ihn in der Wüste eingeübt haben. Es geht um Demut, Geduld, Treue, Liebe, Dankbarkeit, Würde, Verantwortung, Vergebung, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung von Schaden, Korrekturfähigkeit.
Mose sagt, wenn ihr danach lebt, werdet ihr eine funktionierende, wachsende und reiche Nation sein. Und ihr werdet ein einzigartiges Land und ein vorbildliches Volk sein. Mose legt die 10 Gebote aus. Es geht einmal um das Verhältnis zu Gott und einmal um das Verhältnis zwischen den Menschen.
3. Theokratie
Damit Sie die Texte von Mose aus dieser Zeit besser verstehen, bitte ich Sie, eines zu beachten: In der Zeit von Mose und den ersten 400 Jahren im Land Israel wurde das Volk regiert in einer Theokratie. Gott selbst war der König. Es gab keine Diktatoren, die selbstherrlich bestimmten. Es gab keine Dynastien, die Macht und Geld auf ihre Seite schafften. Gott selbst setzte Leute ein.
Deshalb war jedes kulturelle und politische Handeln zugleich auch ein religiöses Handeln im Glauben und Vertrauen gegenüber Gott.
Bei unserem heutigen Abschnitt geht es um die schützenswerte Würde menschlichen Lebens. Was ist, wenn ein Mensch getötet wird? Was ist im Fall, wenn nicht klar ist, wer der Täter ist, der den Schaden angerichtet hat? Ein von einem Unbekannten erschlagener Mensch.
Bei der empfohlenen Vorgehensweise erkenne ich zwei Kategorien. Es geht um das Verhältnis zu Gott und es geht um das Leben in der Gesellschaft. Zunächst sehe ich, wie realistisch der Blick