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Auf Gott ist Verlass

Published 8 months, 1 week ago
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as Losungswort der Herrnhuter Brüdergemeine für den heutigen Tag steht im Buch des Propheten Hesekiel 12; dort richtet der Prophet die göttliche Botschaft aus: „Ich bin der HERR. Was ich rede, das soll geschehen und sich nicht lange hinausziehen.“

Das kann ich ja nun gar nicht bestätigen. Manches zieht sich doch sehr lange hin. Etwa bei unserer jüngsten Tochter. An zwölf Unis hatte sie sich beworben für einen Studienplatz in Grundschullehramt. Dann kamen die Absagen, eine nach der anderen. Vier Wochen vor Semesterbeginn war immer noch kein Studienplatz in Sicht. Ich sagte: „Du musst dich nach einer Alternative umsehen, das wird nichts mehr.“ Nora meldete sich also per Internet zu einem Test an. Den musste sie bestehen, um ein anderes Fach zu studieren. Sie bezahlte auch gleich dafür. Genau eine halbe Stunde später kam die Post. Und mit ihr ein Studienplatz. Nora war überwältigt. Da zittert man monatelang, und dann das. Sie sagt: „Im Nachhinein schämte ich mich meines mangelnden Gottvertrauens.“

Bei Abraham geht es ja schon los mit der Zitterpartie. Gott hatte ihm und Sara versprochen, dass sie Nachkommen haben sollten, und dass alle Völker durch Abraham gesegnet würden. Aber die Jahre vergingen, und nichts tat sich. Monat für Monat wurden Sara und Abraham enttäuscht. Abraham befielen zwischendurch ganz schön Zweifel. Hatte er das wirklich richtig verstanden mit den Nachkommen? Oder war es sein Wunsch, den er für Gottes Versprechen hielt?

Erst als Abraham 100 war und Sara 90, wurde ihr Sohn Isaak geboren. 25 Jahre vom Versprechen Gottes bis zur Erfüllung. 25 Jahre, in denen die biologische Uhr tickt. Oder auch schon nicht mehr tickt. – Später wurden tatsächlich auch viele Völker durch ihn gesegnet: Abraham wurde Glaubensvater von drei Religionen: Judentum, Christentum, Islam. Das hat mehr als 1000 Jahre gedauert.

Für Gott sind 1000 Jahre wie ein Tag, heißt es in der Bibel (Psalm 90,4). Für mich zieht es sich manchmal endlos, aber aus Gottes Sicht sind 25 oder auch 1000 Jahre ein Klacks. Er denkt von der Ewigkeit her.

Und manchmal geht es ja auch schneller, als wir erwarten. Der Sohn von Freunden hat gerade einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Kenia geleistet. Für ein Jahr arbeitete er an einer Schule mit. Die Kinder wuchsen ihm ans Herz. Bald stellte er fest: Das Gebäude für die Vorschulklassen war total baufällig. Im nächsten Schuljahr würde es nicht mehr benutzt werden können. In der Vorschule lernen die Kinder Lesen, Schreiben und Englisch. Wenn sie das nicht beherrschen, scheitern sie schon in der Grundschule. Ohne Bildung aber können sie später keinen vernünftigen Beruf erlernen und landen in der Armut. Das machte Claudius Sorgen.

Eines Tages hatte er eine Vision: Er stand vor den Mauern einer neuen Vor

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