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In dieser (Klammer)-Zeit

Published 8 months ago
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Herrlichkeit, Pracht und Gerechtigkeit bringt der Sänger im Psalm 111, Vers 3, in Verbindung mit Gott und seinem Tun. „Was der HERR tut, das ist herrlich und prächtig, und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.“ Kann ich es auch so sagen?

Wenn ich in der Bibel vom Anfang dieser Welt lese, wenn ich all das betrachte, was Gott geschaffen hat, dann sehe ich seine Präzision und Genialität, seine Macht und Weisheit. Alles war voll Herrlichkeit und Pracht. Gerechtigkeit war auch da, als alles noch perfekt und ausgeglichen war, als noch Ordnung herrschte.

Herrlichkeit, Pracht und Gerechtigkeit sehe ich auch, wenn ich Gottes Gedanken und Pläne über das Ende lese, das eigentlich ein neuer Beginn sein wird. Gott wird jede Unordnung und jedes Chaos endgültig vertreiben und alles wieder neu und perfekt machen.

Und dazwischen? Zwischen dem überwältigenden Anfang und dem verheißungsvollen Ende, da ist eine Zeitklammer, in der viel Unrecht, Unordnung und Leid auf der Welt entstanden ist. Kann ich trotzdem erkennen und bezeugen: „Was der HERR tut, das ist herrlich und prächtig, und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.“?

Ja, das kann ich, wenn ich mir fest vor Augen halte, dass diese Zeit eben nur eine Klammer ist, die Gott einmal zumachen wird. Und damit werden auch Unrecht, Unordnung und Leid endgültig vernichtet. Das ist für mich ein tröstlicher Gedanke auch in meinen persönlichen schwierigen Klammer-Zeiten.  Denn irgendwann gehen auch sie zu.

Doch auch während die Welt sich noch in dieser Klammer-Zeit befindet, ist es möglich, Gottes wunderbares Tun und seine Gerechtigkeit zu erkennen und zu preisen, wie Psalm 111 zeigt. Dieses Loblied wurde auch in dieser Zwischenzeit der Weltgeschichte geschrieben, trotz Unrecht, Unordnung und Leid. Mein Blick wird hier umgelenkt, besser, richtig gelenkt auf Gottes Taten, seine Macht, seine Treue, seine Wahrhaftigkeit, seinen Schutz und seine Fürsorge, für die, die ihm gehören. Und auch auf seine Gerechtigkeit, die ewig bleibt, trotz Unrecht und Ungleichheit auf dieser Welt.

Ich denke an eine viel höhere Gerechtigkeit, eine andere, als wir Menschen sie wahrnehmen. Sie umfasst Bereiche und reicht in Dimensionen, die Menschen nicht sofort sehen, oder nachvollziehen können. Von dieser Gerechtigkeit spricht Paulus, zum Beispiel im Philipperbrief. Er sagt, dass er keine eigene Gerechtigkeit hat, sondern nur die Gerechtigkeit, die aus Gott kommt, aufgrund des Glaubens an Jesus Christus. Da wird mir klar, wie anders Gottes Gerechtigkeit ist. Gott zeigt mir seine Gerechtigkeit, indem er mich mit sich versöhnt, dur

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