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Die Rede des Stephanus (3)

Published 1 year ago
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Der Bibeltext Apostelgeschichte 7,30-43 – ausgelegt von Volker Hase.

Stephanus sprach weiter:
Mose selbst war 40 Jahre in der Wüste. Er liebte seinen Gott wollte ihm nahe sein. Deshalb hielt er sich in der Nähe des Berges Sinai auf. Das war ein hoher Ort der Anbetung.

Und plötzlich erschien ihm der Engel des Herrn – mitten in den Flammen eines brennenden Dornbusches, der aber nicht verbrannte. Es war ein himmlisches Feuer, ein Feuer der Heiligkeit.

Stephanus betonte erneut einen der Hauptpunkte seiner Antwort an den Rat – dass Gott, seine Herrlichkeit und sein Werk nicht auf den Tempel beschränkt sind. Gott erschien Mose in der Wüste, bevor es überhaupt einen Tempel gab.

Damals wie auch heute glauben viele Menschen, dass man in ein sakrales Gebäude gehen müsse, um beten bzw. Gott irgendwie begegnen zu können.  Aber nein, Gottes Gegenwart ist überall erlebbar, Zuhause, in der Schule, auf der Arbeit; wo immer wir uns befinden, da können wir die Nähe Gottes erleben.

Mose war zutiefst erstaunt und verblüfft über das, was er da auf dem Berg Sinai sah. Vorsichtig näherte er sich, um diese wundervolle Erscheinung näher zu betrachten. Dann sprach Gott selbst aus den Flammen heraus zu ihm. Er offenbarte ihm seine Liebe zu seinem Volk und seine himmlische Daseinswirklichkeit:

„ICH bin der lebendige Gott. ICH bin der Gott deiner Vorfahren. ICH bin der Gott – schon von Abraham, Isaak und Jakob.“

Mose erschrak und zitterte in der Gegenwart Gottes. Ehrfurcht überwältigte ihn. Er wagte noch nicht einmal, in das Feuer hineinzuschauen. Da sprach der Herr zu ihm: „Zieh die Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliges Land!“ (Apostelgeschichte 7,33)

Das Ausziehen der Schuhe war ein Zeichen höchster Ehrerbietung. Es ist ein Symbol dafür, dass wir irdische Dinge aus unserem Verstand und Herzen heraushalten und bereit sind, geistliche Realitäten zu akzeptieren. Gott ist niemals auf einen bestimmten Ort beschränkt. Jeder Ort, an dem er sich aktiv offenbart, ist ein heiliger Ort.

„Ich habe genau beobachtet und gesehen, wie mein Volk in Ägypten misshandelt worden ist. Ich habe ihr schmerzhaftes Stöhnen gehört. Jetzt bin ich selbst herabgestiegen, um sie zu befreien. Mose – komm zu mir! Komm in meine Gegenwart! Ich sende dich als meinen persönlichen Boten nach Ägypten, um mich dort zu vertreten.“ (Apostelgeschichte 7,34 ff)

Es war dieser Mose, den die Israeliten einst vehement ablehnten und nicht anerkennen wollten. Es war dieser Mose, dem sie vorhielten: „Wer hat dich denn zu unserem Anführer und Richter ernannt und eingesetzt? Was bildest du dir denn ein, unser Befreier zu sein?“

Aber genau dieser Mose, der von seinem eigenen Volk abgelehnt wurde, war derjenige, den Gott wirklich gesandt und beauftragt hatte, ihr Führer und Befreier zu sein.

Stephanus zielt hier auf einen Vergleich zwischen Mose und Jesus ab. Auch Jesus, von Gott selbst als Befreier gesandt, wurde von seinem eigenen Volk abgelehnt und verachtet.

Aber Gott hält immer an seiner Auserwählung fest. Egal, ob es dem Volk gefällt oder nicht. Wenn Gott etwas beschlossen hat, dann bleibt es so.

Mose führte damals das Volk heraus aus der ägyptischen Knechtschaft. Obwohl sie ihn zuerst ablehnten, blieb er dennoch der von Gott gesandte Befreier für Israel.

Stephanus sprach weiter darüber, dass Mose damals schon auf Jesus hinwies:
„Aus eurer Mitte wird Gott, der Herr, einen Propheten erwecken und emporheben; jemanden, so wie ich es für euch gewesen bin. Hört genau auf alles, was er euch sagen wird!“

Mose versprach, dass nach ihm ein anderer Prophet kommen würde, und warnte, dass Israel besonders darauf achten solle, auf diesen kommenden Propheten zu hören.

Aber so wie Israel Mose ablehnte, so lehnten sie auch Jesus ab, der der Prophet ist, von dem Mose sprach.

In der Wüste sprach Mose – auf dem Berg Si

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