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Back to EpisodesPetrus in Lydda
Description
Sie haben gerade zwei unterschiedliche Geschichten gehört mit verschiedenen Orten und unterschiedlichen Personen. Und doch zieht sich ein roter Faden durch die beiden Erlebnisse: Gott wirkt durch seine Nachfolger, hier durch Petrus, der sich von Gott gebrauchen und einspannen lässt. Es wird deutlich: Gott ist HERR über alles, selbst über Krankheit und Tod.
In der ersten Geschichte wird ein Gelähmter geheilt. Er heißt Aeneas und wohnt in Lydda. Das liegt in der Nähe des heutigen Tel Aviv und war damals Niemandsland, wobei es nicht so bleiben sollte. Das Ereignis hat große, weittragende Folgen: Für die Menschen und für die Region. Petrus durchstreift das ganze Land und besucht Gemeinden und einzelne Christen. Aeneas ist einer davon, ein Gläubiger, ein Nachfolger Jesu. Wobei es mit dem Folgen so eine Sache ist. Im Geiste ist dies möglich, aber nicht körperlich. Aeneas ist seit acht Jahren gelähmt und ans Bett gefesselt. Er ist auf Almosen angewiesen, weil es damals keine staatliche Unterstützung gab. Wie schwer dieses Schicksal ist, kann man sich als Gesunder wohl kaum vorstellen: Körperliche Schmerzen, eingeschränkte Bewegungen, isoliert, kaum soziale Kontakte. Auch vom religiösen Leben ist Äeneas ausgeschlossen, weil ein Besuch des Tempels nicht möglich ist.
Wie wichtig ist es doch, damals wie heute, dass Christen zu den Leuten gehen, Glauben in den Alltag bringen und Hoffnung schenken. Nicht nur die ersten Christen sind für ihr sozial-diakonisches Wirken bekannt. Das Motto der Heilsarmee ist „Suppe, Seife, Seelenheil“, wo Wort und Tat ihren Platz haben. Im Alltag gibt es ein breites Arbeitsfeld, wo ich mich einbringen kann: Unterstützen, ermutigen, helfen.
Petrus nimmt Anteil an der Not des Aeneas und an der Misere von vielen Anderen. Er durchstreift die ganze Gegend, wo er sicherlich viele Begegnungen hat. Jeder braucht Jesus, ob gläubig oder (noch) nicht: Mitschüler, Arbeitskollegen, Nachbarn, Familienmitglieder, Leute aus der Gemeinde oder auch Menschen am Rande der Gesellschaft. Auch Christen bleiben nicht verschont und brauchen Ermutigung; Wenn Sie krank sind, gemobbt werden, arbeitslos sind oder in Krisen stecken.
Aeneas ist ans Bett gefesselt, sein Radius beschränkt. Ob es seine Hoffnung auch ist? Petrus sieht das Leid des Aeneas. GottisteinGott,dersieht, alle Tränen, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht, allen Schmerz und alles Leid. Und ich bin überzeugt, er leidet inJesusmit. Aber hier geschieht noch mehr als wahrnehmen. Gott handelt! Das Wunder geschieht und Aeneas wird geheilt. Wie ist es passiert? Es ist nicht zu erklären, sondern bleibt ein Geheimnis, ausgelöst durch wenige Worte: „Aeneas, stehe auf“! Ich mag protestieren: „Stopp! Genau das ist doch der Knackpunkt! Geht nicht!“ Aber geht nicht, gibt es bei Gott nicht, nichts ist ihm unmöglich. Er ist stärker als alles Leid und kann mit nur einem Wort Einhalt gebieten. Allerdings gibt es keine Regelmäßigkeit. Nicht jeder wird gesund, nicht jeder kann unbeschwert durchs Leben gehen. Petrus lässt sich hier als Nachfolger Jesu gebrauchen und wird zum Werkzeug Gottes. Dieses Wunder zeigt Wirkung, nicht nur bei Aeneas, der an die Allmacht Jesu Christi glaubt. ER wird gesund und kann wieder gehen. Dieses unglaubliche Ereignis macht die Runde in dieser geistlich doch recht toten Gegend und hat eine enorme Auswirkung: Das Umfeld sieht den Geheilten und erkennt: Gott wirkt! Durch dieses Wunder kommen die Menschen der Region zum Glauben an Jesus Christus, Gottes Sohn, der auch heute noch erlebbar ist. Denn sie sehen nicht nur die Heilung an sich, sondern den, der dahintersteht und sie bewirkt: Gott selbst.
In der zw