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Back to EpisodesIn Antiochia in Pisidien (1)
Description
Der Apostel Paulus war unterwegs auf seiner ersten Missionsreise. Er, der auch als Saulus aus Tarsus bekannt war, wurde begleitet von Barnabas und Johannes. Aufgebrochen waren sie in Antiochia in Syrien, nach einem Aufenthalt auf der Insel Zypern fuhren sie mit dem Schiff weiter Richtung Kleinasien, also in die Gegend der heutigen Türkei. Nachdem sie in Perge an Land gegangen waren und Johannes sich von ihnen getrennt hatte, machten sie sich auf den Weg nach Antiochia in Pisidien. Dort besuchten sie am Sabbat den Gottesdienst der jüdischen Gemeinde. In der Synagoge wurden sie aufgefordert, zu den Besuchern zu reden, angesprochen sogar als „liebe Brüder"! Das ist eine richtig gute Ermutigung, so empfinde ich. Freundlich werden sie als Besucher eingeladen, von ihrem Glauben zu erzählen.
Ich kann mich so gut in ihre Lage hineinversetzen. Sie kommen in eine fremde Gegend mit dem Auftrag, die Botschaft von Jesus Christus bekannt zu machen. Ich persönlich würde mich an ihrer Stelle wohl erstmal richtig unbehaglich fühlen, unsicher, ängstlich vielleicht. Da wirkt so eine aufmunternde Einladung doch gleich wie ein schwungvoller Türöffner! „Ihr lieben Brüder, wollt ihr uns von euren Erfahrungen berichten, damit auch unser Volk davon hört…. „In der Lutherbibel heißt es genau:“ Wollt ihr etwas reden und das Volk ermahnen, so sagt es.“ Ich frage mich: Warum ermahnen? Gab es denn einen Grund dafür?
Diese Stadt lag an einer Handelsroute zwischen Ephesus und Zilizien. Neben griechisch sprechenden Einwohnern und römischen Siedlern gab es auch eine große jüdische Gemeinde. In dieser bunt gemischten Menge waren sicherlich schon Diskussionen und lebhafter Meinungsaustausch im Gange über die Ereignisse in Jerusalem einige Jahre zuvor. „Habt ihr das denn schon gehört?“ ….“ Tot, begraben, jetzt lebt er wieder? „ …. „Das ist doch nicht möglich!? „….. „die Welt soll er retten? „…. „das glauben jetzt manche“…. So könnte es in meiner Vorstellung gewesen sein. Aufregung und Unruhe an allen Straßenecken. Vielleicht waren die Vorsteher der Synagoge unruhig geworden und erhofften sich nun von den jüdischen Besuchern Paulus und Barnabas eine klare Ansage an das Volk. Eine Ermahnung und Zurechtweisung. Gegen diese neue Lehre. Damit wieder Frieden und Ruhe einkehren.
In den nächsten Kapiteln werden Sie hören, wie spannend und für sie ganz anders als gedacht die Geschichte weiterging. Paulus jedenfalls ließ sich diese Aufforderung natürlich nicht zweimal sagen und legte gleich los. Seine Rede ging an die israelitischen Männer und die Gottesfürchtigen, die an diesem Sabbat in der Synagoge versammelt waren. Als Gottesfürchtige wurden Heiden bezeichnet, die sich zum Judentum bekannten und teilweise auch die Gesetze einhielten, aber nicht offiziell übergetreten waren. Er hielt eine lange Rede von der wechselvollen Geschichte des Volkes Israel. Erstmal holte er weit aus und begann zwar nicht schon bei der Schöpfungserzählung, aber gleich danach. Gott erwählte die Väter Israels, die es zu einem großen Volk machen sollten. Gemeint sind Abraham, Isaak und Jakob. Diese drei Namen werden in Einheit genannt, wenn Juden von ihrem Glauben an den Gott Abrahams Isaaks und Jakobs sprechen. Danach erwähnte Paulus das Exil in Ägypten, aus dem Gott sein Volk mit starkem Arm herausführte, und es dann viele Jahre in der Wüste ertrug.
Auf einmal fühle ich mich zurückversetzt in meine Grundschulzeit vor vielen Jahren. Wandertag war angesagt, eigentlich eine willkommene Abwechslung im Alltag. Die Realität sah aber oft so aus: Sommerhitze, kaum Schatten, die Flasche mit kaltem Tee schon lange leer, klebrige Butterbrote im Rucksack, Blasen an den Füßen und noch lange kein Ziel in Sicht! Oder später dann: Familienausflug mit den Kindern, raus in die Natur! Auf Widerstand und Gemecker brauchte man meistens nicht lange zu warten. „Wie lange dauert das noch? „…mir t