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In Thessalonich und Beröa

Published 10 months, 2 weeks ago
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Der Bibeltext Apostelgeschichte 17,1-15 – ausgelegt von Susanne Wild.

Schauen Sie sich mit mir zuerst die Vita, das Leben, von Paulus etwas näher an. Ich kenne Paulus auch unter dem Namen Saulus von Tarsus. Sein Beruf war der eines Zeltmachers. Als Saulus wird von ihm festgehalten, wie er als aktiver Gegner versuchte, durch systematische Verhaftungen neue christliche Gemeinden zu zerstören.

Bei seiner Bekehrung vor den Mauern von Damaskus hörte er eine Stimme: „Ich bin Jesus, den du verfolgst.“ Dieses Erlebnis, als er dem Auferstanden begegnete, machte Saulus zum Paulus und einige Tage blind. Er fastete drei Tage – wurde bald geheilt und mit dem Heiligen Geist erfüllt und von Hananias, einem Christen in Damaskus, getauft. Dieses geschah wahrscheinlich um das Jahr 33 herum.

Seine 1. Missionsreise führte Paulus mit Barnabas, seinem Weggefährten, nach Zypern und in die heutige Türkei und dauerte etwa zwei Jahre. Paulus und Barnabas zerstritten sich im Jahr 48/49 und so trennten sich ihre Wege. Von nun an reiste Paulus mit Silas. Mit ihm brach er zu seiner 2. Missionsreise auf, die wohl fünf Jahre dauerte.

Ich bewundere Paulus im Blick auf seine Reisen. Damals, vor 2000 Jahren, zu reisen, war mehr als Abenteuer pur. Die Reisen in jener Zeit waren sehr beschwerlich: Esel, Maultier oder Kamel trugen das Gepäck, die einfachen Wege führten durch Gebirge oder Wüsten. Nur Wohlhabende konnten sich einen Wagen leisten. Gründe für Reisen gab es damals auch genug: Handel, Wallfahrten, religiöse Missionen oder private Besuche. Unterwegs lauerten große Gefahren – Räuber, wilde Tiere, Unwetter ... Die Türkei und Griechenland waren noch nicht touristisch erschlossen. Kein Reisebüro, keine Hotels, ... keine Outdoor-Kleidung. Ich würde heute lieber zu Hause bleiben, als unter diesen Umständen zu reisen.

Paulus predigt das Evangelium

Heute bezeichne ich den Apostel Paulus als einen Globetrotter, ein Weltreisender. Er ist immer wieder gezwungen, sich auf neue Situationen einzustellen. Jede Stadt, in die er mit Silas kommt, ist neu für ihn. Darum sucht er die Synagogen auf, die ihm vertraut sind. Und dort tut er das, was er seit seiner Bekehrung macht: Er predigt das Evangelium.

Das griechische Wort apostolos kommt vom Verbum apostelein, d.h. senden. In diesem Sinn ist der Dienst des Apostels zu verstehen. Paulus ist ein Gesandter.

Die Apostel sind nicht von menschlicher Autorität, sondern von Gott selbst beauftragt. Daher sagt Paulus: „So sind wir nun Botschafter an ChristiStatt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2. Korinther 5,20). Was für ein schöner Satz!!! Das sollten wir nie außer Acht lassen, Paulus ist von Gott berufen worden.

Heute kann ich bei „Biblisch Reisen“ viele verschiedene Reisen buchen mit dem Motto „Auf den Spuren Paulus“.

Paulus in Thessalonich

Paulus und Silas zogen weiter und kamen nach Thessalonich. Und alles nahm den gleichen Lauf: Paulus verkündete das Evangelium, Menschen kamen zum Glauben an Jesus Christus – auch eine Anzahl von gottesfürchtigen Griechen und eine große Anzahl von den angesehensten Frauen. In einer Synagoge kann bis heute nur ein Gottesdienst stattfinden, wenn mindestens 10 Männer anwesend sind. Und diese 10 Männer waren dann wohl jedes Mal dabei. Doch es regte sich auch Widerstand – und einige Juden ereiferten sich. Sie holten sich üble Männer aus dem Pöbel, rotteten sich zusammen und richteten einen Aufruhr in der Stadt an.

Bei Jason, einem Christen in Thessalonich, wohnten Paulus und Silas. Er hatte die beiden aufgenommen. Und vor dieses Haus zog schreiend und grölend der Pöbel, um Paulus und Silas habhaft zu werden. Doch die Unruhestifter fanden sie dort nicht. Daher schleiften sie wütend Jason und einige Brüder über das Kopfsteinpflaste

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