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Back to EpisodesVertrauen auf Gottes Gerechtigkeit
Description
Von David. So beginnt der Psalm. Vierundsiebzig der Psalmen stammen von ihm, also knapp die Hälfte des Psalters.
„Ich traue auf den Herrn“, so sagt er. Sein volles Vertrauen zeigt sich, das jeden Morgen neu ist. Ein gutes Beispiel für dies Vertrauen ist, als er dem Goliath gegenüberstand. David sagt zu jenem Riesen: „Du kommst zu mir mit Schwert und Spieß, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast.“ Mit seiner Schleuder hat er den Goliath niedergestreckt. Das ist nur ein Vertrauensbeweis Davids, den ich hier nennen will.
Ich traue auf den Herrn! Da lag sein Vertrauen. Darum ist er erstaunt, als andere ihm sagen: „Flieh wie ein Vogel auf die Berge!“ Das konnte er ja gar nicht. Fliehen ging nicht für ihn. Die Berge sind nicht das sichere Land, in das er flüchten will. Der sichere Ort für ihn ist allein der lebendige Gott. Bei ihm ist er sicher in jedem Fall.
Heimlichkeiten
Dreimal werden hier die Frevler genannt – ein Wort, das nicht mehr gebräuchlich ist. Es hat den Sinn von „die Gottlosen“. Wenn sie ihren Bogen spannen, dann legen sie die Pfeile auf die Sehne, um damit heimlich zu schießen auf die Frommen, also auf die, die Gott vertrauen. Im Dunkeln wollen sie die Frommen abschießen. Heimlichkeit ist der verborgene Versuch, die Frommen auszuschalten. Der Teufel kommt nicht immer mit Gewalt daher. Er hat auch viele Schleichwege, auf denen er sich bewegt. Seine Heimlichkeit geschieht häufig nachts. Da sind besonders die Männer sein Ziel. Mit Pornoseiten z. B. beschießt er die frommen Männer. Und nicht nur die frommen, nein, alle sind da sein Ziel. Heimlichkeit ist immer sein Programm.
Die Frevler, also die Gottlosen, reißen die Grundfesten um, d.h., sie haben die Grundmauern der Erde umgelegt, flachgelegt. Die Gerechten können nichts dagegen machen. Ihnen sind die Hände gebunden. Aber warum? Im Alten Testament wird an einer Stelle von den Grundfesten der Erde gesprochen: „Da wurden sichtbar die Tiefen des Meeres, die Grundfesten der Erde wurden entblößt durch das Drohen des Herrn, vor dem Schnauben seines zornigen Atems. Denn er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse.“ So hat auch Jesus mal geredet – bei den Seligpreisungen sagt er Jahrhunderte später: „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie sollen das Erdreich besitzen.“ Das sind schon große Aussagen.
Gerechtigkeit Gottes
Der Welt Grundfesten sind des Herrn und er hat die Erde daraufgesetzt. Der Herr ist in seinem heiligen Tempel, des Herrn Thron ist im Himmel. Seine Augen sehen herab und seine Blicke prüfen die Menschenkinder.
Der Herr prüft den Gerechten – dreimal ist im Psalm das Wort Gerechter genannt.
Ich will aber das Wort Gerechter, Gerechtigkeit genauer anschauen. Es meint die Wohltaten, den beständigen göttlichen Beistand Gottes. Ich lese mal einige Verse aus anderen Psalmen:
„Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in Angst, sei mir gnädig und erhöre mein Gebet (Psalm 4,2).“ Da geht es um Gebetserhörung – die ist auch eine Erfahrung der Gerechtigkeit Gottes.
oder „Die Gnade des Herrn aber währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten (Psalm 103,17).“
„Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit.
„Lass der Gottlosen Bosheit ein Ende nehmen, aber die Gerechten lass bestehen (Psalm 7,10).“
„Gott ist ein gerechter Richter (Psalm 7,12).“
„Der Herr ist gnädig und gerecht (Psalm 116,5).“
Die Gerechtigkeit Gottes ist als Erwählung zu verstehen – auch wenn der Erwählte sich schuldhaft verhalten hat und abgefallen ist, soll er doch heil werden. Gott hilft