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Back to EpisodesDie Abschiedsrede des Paulus an die Ältesten von Ephesus
Description
Abschied nehmen ist eine schwierige Angelegenheit. Gut, wenn man weiß, dass man sich bald wieder sieht, dann ist das nicht so dramatisch. Man sagt halt: Bis bald! – Schwieriger ist’s schon, wenn die Trennung eine längere Zeit währen wird. Da kann’s schon Tränen geben. Und wenn’s dann gar ein endgültiger Abschied ist! Gut, wenn mir der andere nicht so sehr wichtig ist, dann geht’s ja auch noch. Das Leben besteht eben aus Abschieden. Aber wenn mir der Mensch ans Herz gewachsen ist, der weggeht – das ist schon hart. Bzw. wenn mir die, die ich zurücklassen muss, sehr wertvoll sind – ja, das ist hart.
Und solch ein Abschied ist nun Thema unseres Bibelabschnitts. Da verabschiedet sich der Apostel Paulus von den Gemeindeleitern aus Ephesus. Sie haben so einiges miteinander erlebt. Nicht nur menschlich. Sondern gerade auch, was die Gemeinde Jesu Christi angeht. Miteinander haben sie die Anfänge in Ephesus bestaunen dürfen: wie sich da verschiedenste Menschen Jesus zugewandt haben; wie sie sich über das Heil in Jesus freuten; darüber, dass sie nun zum lebendigen Gott gehören durften. Miteinander haben sie so manche Kämpfe bestritten, manche Angst geteilt – wie da die Menge im Theater tobte. Da war so viel. Und nun – Abschied. Und Paulus ist sich sicher: Das ist einer für immer. Sie werden sich nicht mehr sehen. Entsprechend emotional geht’s hier zu. Und damit es nicht zu lange dauert mit diesem schmerzlichen Sich-Trennen, bestellt Paulus sie nach Milet, wo er auf seiner Reise nach Jerusalem Station macht. Das sind ca. 50 km Luftlinie, da waren die Leute 2 Tage lang hinwärts unterwegs - und 2 Tage lang zurück. Und das alles, um Abschied zu nehmen, endgültigen Abschied.
Was sagt man bei einer solchen Gelegenheit? – Es gibt einen Rückblick. Und einen Einblick in die Planungen, was den weiteren Weg angeht. Und einen Ausblick mit einigen Tipps. So wie bei uns, wenn wir Abschied nehmen – und genauso geschah es damals. Nicht so klar gegliedert, sondern wie bei einem emotionalen Abschied üblich ein wenig durcheinander. Das schauen wir uns nun an.
Der Rückblick zieht sich durch die ganze Rede des Apostels. Immer wieder taucht er auf. Nein, es ist keiner wie bei uns oft, so unter dem Thema: War das schön miteinander! - Es ist eher ein Rechenschaftsbericht. Vielleicht ahnt der Apostel, dass bald Leute kommen werden, die ihn schlecht machen wollen. Darum führt er alles an, was ihm wichtig ist im Rückblick. Er sagt nicht, dass er alles richtig gemacht hat. Aber dass er für Jesus da war. Mit voller Hingabe. Und in großer Not manchmal. Und dass er alles Notwendige weitergegeben hat. Damit ein Leben im Glauben an Jesus möglich ist. Das ist ihm wichtig. Alles andere hat demgegenüber zurückzutreten. Aber d a s betont er im Lauf seiner Rede noch einige Male: dass er den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt hat – und keiner ihm deshalb einen Vorwurf machen kann (so in V.26 und 27). Und dass er niemandem zur Last fallen wollte, sondern selbst für seinen Lebensunterhalt gesorgt hat (so in V. 33 bis 35). Zusammengefasst: mit vollem Einsatz hat er dafür gesorgt, dass die Menschen in Ephesus mit dem auferstandenen Jesus Christus leben konnten; befreit von den Lasten der Vergangenheit durch seine Vergebung; getrost und mutig durch das Wissen um seine unsichtbare Gegenwart und seine Führung ins Neue hinein; froh, in der Nähe des allmächtigen Gottes als seine Kinder leben zu können; in der Gemeinschaft mit anderen. Rechenschaftsbericht beim Rückblick. – Ist u n s das eigentlich auch so wichtig, wenn wir andere zurücklassen? Dass d a s ihnen deutlich gemacht wurde – durch uns?
Nach dem Rückblick kommt ein anderer Blick, der Einblick. Der Einblick in Paulus Zukunftsgedanken. Bei unseren Abschieden erzählen wir ja auch von Plänen und was wir so alles vorhaben. Meist soll’s ja besser werden. Sonst würden wir nicht weggehen. Hier ist’s anders: Der Apostel P