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Die Torheit der Menschen

Published 10 months, 1 week ago
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Der Bibeltext Psalm 14 – ausgelegt von Wilfried Schulte.

Wann haben Sie sich zuletzt geärgert? Sich ärgern ist Teil des Lebens. Doch, sich über sich selbst zu ärgern, ist besonders ärgerlich. Wie dumm von mir, ich habe einen Fehler gemacht, etwas Wichtiges übersehen oder eine Situation falsch eingeschätzt. Manchmal komme ich mir dann wie ein Narr vor. Ich hätte es doch besser wissen müssen.

In Psalm 14 wird über eine Dummheit gesprochen, die nicht punktuell ist. Sie ist grundsätzlich. Es ist eine Dummheit, eine Torheit, die alles andere im Leben mit beeinflusst. Ein Narr kann intellektuell brillant sein oder auch dumm. Dummheit ist keine Frage der Intelligenz. Dummheit hängt davon ab, wie ich meine Intelligenz einsetze.

Wenn die Bibel von Torheit spricht, dann weist dieses hebräische Wort nicht auf einen Mangel an geistigen Fähigkeiten hin, sondern auf eine bewusste Missachtung von Gott und der von ihm gebotenen Liebe zum Nächsten.

Scheinbar hat der Mensch eine starke Tendenz zu einer törichten Ignoranz. Es ist eine Dummheit, eine Blindheit, die laut der Bibel unseren Sinn für Gottes Realität blockiert. Und sie ist ein hauptsächlicher Grund, warum Menschen Schwierigkeiten haben, an die Realität Gottes zu glauben.

Der Psalm 14 beschreibt die Konsequenz dieser Einstellung als einen stolzen Eigensinn, der den Menschen davon abhält, in der Erkenntnis Gottes zu reifen. Die Folge ist ein Verhalten, das Unheil und Leid mit sich bringt.  Die neue Genfer Übersetzung formuliert es für mich sehr treffend in Psalm 14 Vers 1: Törichte Spötter reden sich ein: „Es gibt keinen Gott!« Sie richten Unheil an, ihr ganzes Verhalten ist abscheulich. Keiner handelt so, wie es gut wäre.“

Der Politiker Gregor Gysi von der Partei der Linken hält Religion, trotz seines eigenen Bekenntnisses zum Atheismus, für moderne Gesellschaften für wichtig. Er sagt: "Ich glaube zwar nicht an Gott, aber ich möchte auch keine gottlose Gesellschaft", dies sagte Gysi dem Berliner Tagesspiegel. "Ich fürchte sie sogar." In einer Gesellschaft müsse es eine allgemein verbindliche Moral als "Maßstab im Kopf" geben. Der Kapitalismus könne dies nicht, die Kirche hingegen schon.“

Gott offenbart sich in dieser Welt. Im Römerbrief, Kapitel 1, Verse 20 – 22 steht.  „Seine unsichtbare Wirklichkeit, seine ewige Macht und göttliche Majestät sind nämlich seit Erschaffung der Welt in seinen Werken zu erkennen.“ (Römer 1,20-22) Die Menschen haben also keine Entschuldigung.

21 Trotz allem, was sie von Gott wussten, ehrten sie ihn aber nicht als Gott und brachten ihm auch keinerlei Dank. Stattdessen verloren sich ihre Gedanken ins Nichts, und in ihrem uneinsichtigen Herzen wurde es finster.

22 Sie hielten sich für Weise und wurden zu Narren.

Ich kann die Existenz Gottes mit unserem Wissen und mit unseren Maßstäben nicht beweisen, aber ich kann auch nicht beweisen, dass es Gott nicht gibt. Das sollte doch zu der Frage führen. Was ist denn wahrscheinlicher? Eine Welt, die durch Zufall aus toter Materie entstanden ist, oder eine Schöpfung, die durch Planung, Ordnung und Schönheit grundsätzlich und sichtbar auf einen Schöpfer hinweist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Universum und diese Welt durch Zufall entstanden sind, verlangt mehr Glauben als der Glaube an einen Schöpfer. Und trotzdem tun sich Menschen so schwer, an Gott zu glauben. Praktisch sagen sie: „Ich werde so leben, als gäbe es keinen Gott, bis mir jemand beweisen kann, dass es einen Gott gibt?“

Im Grunde geht es wohl darum, dass Menschen die Einstellung haben: „Ich möchte nicht, dass ein Gott mein Leben bestimmen darf, dass er in mein Leben hineinspricht und mich zur Rechenschaft ziehen kann.“

Menschen, die aus einem stolzen Eigensinn sagen: „Ich kann es selbst. Ich will nicht, dass mir jemand sagt, was ich tun soll“ sind blind für die Beweise, die für Gott sprechen.

Viele Menschen können nicht an Gott glauben, weil ih

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